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der Russische Kaiser und ve>u Stein zwei verschiedene Wesen.Jener flexibel, phantasiereich und abspringend; dieser fest,
bci'm ersten Anblick. Gespreiztheit, Dickthucrci, die innere Leer-heit zu verbergen, durchschauet? er bald, und nichts war ihmmehr zuwider, als Windbeutelei. Die Klugheit, welche ausSchonung und Rücksicht die wahre Meinung zurückhält,kannte er nicht: die scinige sagte er gerade heraus, auch wennsie unangenehm, selbst wenn sie grob erschien. Er sprach sehrrasch und geschwind, wenn er aber heftig wurde, was er leichtwerden konnte, rapide und stürzend. Die Kunst, zu schweigen,verstand er nicht, und wollte sie, als unvereinbar mit einemgeraden, redlichen Manne, nicht verstehen. Seiner Ueberzeu-gung blieb er unter allen Umständen, selbst den Hochgestelltengegenüber, wenn er es mit Ministern und Fürsten, mit Kaiser»und Königen zu thun hatte, selbst eigensinnig unverrückt treu.Dcßhasb hatte er das'Schicksal aller großen Männer, er wurdehäufig verkannt, und ebenso oft gerühmt und gepriesen, als geta-delt und herabgesetzt. Die mittelmäßigen gewöhnlichen Köpfeschüttelten und zuckten die Achseln über ihn; die Talentvollenund Energischen sprachen von ihm mit Begeisterung, und ihreVerehrung, besonders der Jungen, ging so weit, daß sie selbstim Aeußern ihm ähnlich zu werden trachteten und gleich ihmdie eine Schulter hoch trugen. „Es ist/' sagt Berthold Nie-buhr, in seinen „Lcbensnachrichten" (l. lt. 3. Band, Hamburgbei Perthes 1dt38) „eine schwere und mißliche Sache für einenUntergebenen, einem Vorgesetzten, den man Übersicht, fügsamzu gehorchen, und gegen bessere Uebcrzeugung seinen befehlen-den Willen zu vollstrecken; leicht können aus solchem Mißvcrhältnissc Spannungen und Widerspenstigkeiten entspringen. Insolche fatale Lage kam man mit Stein nie. Stets war er derSache, die verhandelt werden sollte, kundig.; immer stand erüber ihr; von seinen Lippen strömten seine Belehrungen; manfühlte, daß sie das waren; man war ruhig und sicher unterder Leitung eines solchen Vorgesetzten." Wenn das ein Mannwie Niebuhr, der sehr würdig, aber reizbar und launig war, sagt,so bedeutet das Etwas, und das Nämliche gesteht Ernst MoritzArndt, cipe sympathetische Natur, in seinen „Erinnerungen aus