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2,2 (1845)
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befangen gesprochen; dieß habe» Sie crwiedert und SieBeide haben miteinander geredet wie Männer, die es mitder heiligen Sache des Christenthums ehrlich und redlich mei-nen; es bekommt aber etwas Lauerndes und Schiefes durchdie Bekanntmachung. Unterlassen Sic dieselbe, um so mehr,da der Kaiser nach seiner Religion und deren Ritus dieHerzcnsergießungen gegen einen hohen Geistlichen, wenn-gleich einer andern Confession, als eine Beichte, ich sageals eine Beichte, anstehet, und solche darf man der Weltnicht offenbaren. Es ist aber wichtig, der Bergessenheit eszu entreißen, und zu wissen, wie über große Wcltbegeben-heitcn ein regierender Herr, der an dem Gange undder Entwickelnng derselben unmittelbaren, thätigcn Antheilhatte, gedacht und geurtheilt hat. Schreiben Sie also,weil der Eindruck frisch und dem Gcdächtniß noch gegen-wärtig ist, Alles pünktlich und worttreu auf, und gebenmir davon eine Abschrist. Uebrigens haben Sie eine Acqui-sition gemacht! ist mir lieb, sehr lieb! Der Kaiser ist einvortrefflicher Herr!"

Ich ging und that, was mir besohlen war; und dieUnterredung mit dem Kaiser, die den 2<>sten September>818 vorsiel, durste ich, wohl aufbewahrt, im Januar 1845nur abschreiben, um sie hier mittheilen zu können, da sieauch jetzt, nachdem 25 Jahre verflossen, und der Kaiser undder König vom irdischen Schauplatze abgetreten, als charak-teristischer Beitrag zur damaligen Zeit und ihrer wichtigstenPersonen, noch interessant ist. H

*) Unmittelbar vor der bewilligten, mitgctheilttn Audienz siel ein, ichII. l-0 17