Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
Seite
248
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sterung und mit erhobener Stimme,aber der Brand vonMoskau hat meine Seele erleuchtet, und das Gericht desHerrn auf den Eisfeldern hat mein Herz mit einer Glaubcns-wärme erfüllt, die es bis dahin so nie gefühlt. Nun lernte ichGott kennen, wie die heilige Schrift ihn gcoffenbart; nunverstand und verstehe ich seinen Willen und sein Gesetz, undder Enlschluß wurde in mir reif und fest, mich und meineRegierring nur ihm und der Beförderung seiner Ehre zuwidmen. Seit dieser Zeit bin ich ein Anderer geworden;der Erlösung Europa's von dem Verderben verdanke ichmeine Erlösung und Freimachung."

Immer," siel ich ein,habe ich den heiligen Bund,den Ew. Kaiserliche Majestät mit dem Kaiser von Ocstrcichund dem Könige von Preußen gestiftet haben, in seiner grvsie» Absicht verehrt; aber jetzt erst, da ich so glücklich bin,Ew. Majestät selbst zu hören, verstehe ich ganz die Wahrheit, Reinheit und Tiefe seiner Bedeutung." Das Gesicht desKaisers wurde freundlicher und Heller; er erwicdertc:Dasfreuet mich, die wenigsten Menschen haben von diesem Bundeeine wahre und richtige, Viele eine ganz irrige Vorstellung,Manche sogar eine böse Ansicht, und lassen nicht undeutlichmerken, daß eine Absicht vulgärer Klugheit hinterlistig imRückhalt liege. Es ist damit also gegangen. In den Ta-gen von Lützen, Dresden und Bautzen, drängte sich bei allenvergeblichen Anstrengungen, wo wir bei der größten hclden-müthigcn Tapferkeit unserer Truppen dennoch retiriren muß-ten, Ihrem Könige und mir die Uebcrzcugung auf, daß mitmenschlicher Macht Nichts gethan, und Deutschland verlo-ren sei, wenn die göttliche Vorsehung uns nicht helfen undsegnen würde. Ernst und nachdenkend ritten wir, der König