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Tisch und schrieb. Mit Leichtigkeit sprang er auf, kam mitheiterer Unbefangenheit zu mir heran, sagte mir freundliche,verbindliche Worte, und führte, mich an der Hand nehmend,mich in die Mitte des Zimmers. Vom Kopfe bis zum Fußsah er mich an; doch hatte sein Heller Blick nichts Messen-des, vielmehr etwas Zutrauliches und Gewinnendes; er sahso aus, daß man nicht daran dachte, vor welch einem mäch-tigen Kaiser man stehe. „Sprechen Sie," sing er an, „fran-zösisch Und wie ich antwortete: „Nicht so fertig und feh-lerfrei, als ich in diesem Augenblick es wünsche," neigte erdie linke Seite des Kopfes noch näher zu mir hin, weil erauf dem rechten Ohr nicht gut hörte. „Nun," fuhr er fort,„so geht's mir mit der Deutschen Sprache; ich verstehe sie,aber rede sie noch mangelhaft, und Sic müssen entschuldigen,wenn ich hie und da mit einem Französischen Worte mirhelfe, wenn ich den rechten Ausdruck nicht gleich finden kann."Der Kaiser schwieg, ging mit großen Schritten aus und ab,stand dann stille, sah mich wieder an, mit verschränkten Ar-men, und ich sah es ihm an, daß er, von Etwas erfüllet,reden wollte.
Gleich darauf hob er an: „Das war gestern eineschöne Feier, einfach, wie Ihr König, und gedankenreich undgemüthvoll, wie Er. Sie haben gut gesprochen, und IhreRede hat mich tief gerührt. Sic haben Recht: nicht uns,sondern Dem, (hier blickte er mit Innigkeit empor) welcherdie Welt regiert, gebührt allein die Ehre und der Dank.Das ist auch damals allgemein anerkannt und empfunden,und man rief aus: „Das hat Gott gethan!" Aber so istder Mensch; man fängt schon an, es zu vergessen, und dis-putirt darüber, welche Armee das Meiste gethan hat. Der