Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
Seite
227
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wesen sein: er alterte aber schnell und verlor früh den grö-ßeren Thcil seiner Haare. Sein Gesicht war vornehm undausdrucksvoll, sein Auge sprechend. Er war oft in Ber-lin und Potsdam und ging mit dem Könige, den erehrte und liebte, zutraulich um. Dieser schlug das, wasRußland für die gute Sache gethan, sehr hoch an, war volldavon, und redete gern darüber. Seine Bescheidenheit undDcmuth sprach lieber vom fremden, als vom eigenen Ver-dienste: und Er hatte Seine innige Freude an den zwei Re-gimentern, die in Seiner nächsten Umgebung den Namender beiden mächtigen Bundesgenossen, Kaiser Alexander undKaiser Franz, trugen: sowie es Ihm auch angenehm war,daß es in Petersburg und in Wien ein Regiment gab, wel-ches den Namen König Friedrich Wilhelm III. trug undträgt. Der Chef desselben war der regierende Herr selbst,und der jedesmalige Commandcur besonders von Ihm aus-gezeichnet und geehrt, sowie derselbe und seine Untergebenenbei jeder Gelegenheit auch reich beschenkt wurden. Wohlwollenund Liebe bedarf und sucht ein Vehikel, wodurch sie sich zuerkennen geben, und wenn diejenigen, welche sie füreinanderfühlen, wechselseitig zu hoch stehen, um sich beschenken zukönnen, legen sie diese Gesinnung an den Tag gegen Solche,welche weniger sind, aber unmittelbar schon durch die ver-ehrten Namen, welche sie tragen, an die nahe Beziehung erin-nern. Diese finden sich, als Mittel zum Zweck, durch solcheStellung ausgezeichnet, froh und wacker; ein reges Pflicht- undEhrgefühl beseelt und treibt sie; sie unterlassen Alles, wasmit dem hohen Namen, den sie tragen, uuvereinbar ist, undthun Alles, was Glanz und Ruhin über sie und ihre Ge-nossen verbreiten kann; darum waren dem Könige Werthund theucr die beiden Preußischen Regimenter Kaiser Franz