Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
Seite
225
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dic Rede; man wollte ehrlich miteinander den Zweck, manwar also über die Mittel, die zu ihm führen, einig. DieStreitigkeiten, in denen die Menschen sich das kurze Lebenverbittern, liegen nicht in seiner Natur, sondern in demEgoismus der leidenschaftlichen Partcisucht. Gott segnetund duldet, alle Menschen; die Menschen sollten sich alsoauch dulden. In diesem allumfassenden Princip gedieh diegroße Sache unserer Befreiung; es gehört zu den guten,Heil verkündenden Zeichen unserer Zeit, daß sie zum Allgemei-nen sich still und laut drängend vorwärts bewegt, das Lichtder Sonne läßt sich nicht mehr verdunkeln.

Friedrich Wilhelm III. ehrte und liebte persönlich Sei-nen Bundesgenossen und Freund, den Kaiser von RußlandAlexander I. Es knüpften Ihn heilige und große Erinne-rungen an ihn; Er hatte mit ihm genußvolle und ernsteStunden verlebt; mit der Königinn Luise hatte Er in stillerNacht am Grabe Friedrichs des Großen mit ihm Hand inHand gestanden; der Bund, den sie miteinander geschlossen,war durch Leiden befestigt. Diese hatten sich nun gewandt,der gemeinschaftliche Feind war für immer besiegt und dieSonnenhöhe des Ruhmes und der Ehre war erstiegen. Mankann sich denken, wie viel froher, glücklicher und inniger,beide Freunde sich sahen. -Mit ihren Gesinnungen hingensie zusammen; sonst beseelten sie verschiedene Naturen. Alexan-der war poetisch, wenigstens damals noch, 1813 I8IZ;seine Phantasie, lebhast, hatte einen cigenthümlichen, orienta-lischen Schwung; er sah Alles in Farben, in hellen undheitern das Glück, in dunkeln und traurigen das Unglück.Von Deutschland und seinen Zuständen hatte Er die Vor-stellung, die Erzähler und Schriften ihm gegeben hatten. Un-II. c-, ,5