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ehrerbietig hcrabgebeugt, sprach er laut in schönen Verseneine wohlgcsctzte Rede, in welcher die Hieroglyphe der weißenRose in einer geistreichen Allegorie verbindlich durch- und aus-geführt war. Nach dem Feste versammelten sich die hohen Herr-schasten und die Ritter mit den Eingeladenen in dem großen Mu-schelsaale. Die Kaiserinn setzte sich auf einen crhöhetcn decorir-ten Platz und vertheilte mit Würde und Anmuth mannich-fache ritterliche Geschenke an die Herren, die das prächtige Festgemacht hatten. Diese sangen bei der reich besetzten Abend-tafcl unter musikalischer Begleitung passende fröhliche Balla-den und Minnelieder, und man glaubte sich in die Zeiten
hatte; aber alle Offiziere der Garden, mit denen er als ihrBrigadier unmittelbar zu thun hatte, haben jederzeit mit Ach-tung von ihm geredet. Er befand sich in der Nähe des Kö-nigs, der viel mit ihm umging und sich seines scharfsinnigenRathes oft bediente. Aber Beide waren divcrgircnde Naturenund ihre Charaktere waren und blieben verschieden. Bei Ein-weihung des National-Denkmals auf dem Templower Berge,welcher der Kaiser von Rußland, Alexander I., persönlich bei-wohnte, hatte der König die Feier um II Uhr angesagt. Erkam aber, um zu sehen, ob Alles in guter Ordnung sei, schonum 10 Uhr. Der vor seiner Brigade stehende Herzog machte,nach seiner Uhr sehend, darauf aufmerksam. Der König ant-wortete, wie in Fällen solcher Art Seine Manier war, lako-nisch- „Weiß wohl; aber da reiten schon Viele im Felde um-her, — wird mir doch auch wohl erlaubt sein!" wobei Er sa-tyrisch lächelte. Dann wandte Er sich zu den schon versammel-ten Geistlichen Berlinds und sagte zu mir leise- „Müssen heutelaut reden, weil der Kaiser etwas schwer hört. Für den Red-ner ist es, um überall verstanden zu werden, im Freien schlim-mer/als im abgeschlossenen Räume." Der König ehrte denHerzog auch dadurch, daß er im Lustgarten zu Potsdam,gleich den übrigen Heroen, seine wohlgetroffene Büste auf ei-nem hohen Postamente aufstellen ließ.