Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
Seite
216
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ausdehnt, mit Wohlgefallen. Sie war schon fertig, wurdeaber nicht gebraucht; sie blieb verschlossen. Er wußte,daß Seine Tochter, die Kaiserin» von Rußland, bald kom-men würde. Ihr wurde sie geöffnet und sie fuhr zum Er-stenmal mit dem geliebten Batcr darüber. Das Andenkendaran ist verewigt; auf einer Tafel von Bronze, im An-fang der Brücke, steht mit goldenen Buchstaben folgendeInschrift:

Angefangen den 8. August 1831. Bollendet den27. September 1834. Eröffnet durch die UebcrfahrtIhrer Majestät der Kaiserinn von Rußland, Charlottc, Prinzcssinn von Preußen, den 3V. September1834."

Die hohe Tochter war überrascht und erfreut über dieGüte des Königlichen Baters, und Er selbst war glücklichin ihrer Dankbarkeit und Liebe.

Die hohe Kaiserinn auch öffentlich zu ehren, wie sie imStillen durch die väterliche Liebe beglückt war, wurde dasprächtige Fest gefeiert, welches unter dem Namen derwei-ßen Rose" bekannt ist. So wurde es genannt, weil dieGefeierte diese schöne Blume vor allen anderen liebte; sieselbst möchte man in ihrer Holdseligkeit die weiße Rose nennen!Der wie dazu gemachte Raum des ritterlichen Festes wardie weite Umgebung des Neuen Palais, nach der Seite hin,wo die sogenannten Eommuns stehen, der nächste Platz abervor dem Ricscnschlosse war der Schauplatz selbst. Alles,was Beine in der Stadt Potsdam hatte, strömte hinaus,und Jeder suchte eine Stelle zu erhalten, so daß die Dächer,Mauern und Bäume von Menschen angefüllt waren. Diesonst stille und einsame Gegend und das neue Palais waren