Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
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genannt; und wirklich ist, man mag von Beelitz, von Bran-denburg, von Nauen, oder von Berlin kommen, ringsumhereine große Sandwüste, sobald man aber auf die Insel Pots-dam kommt und Alles bewässert findet, ist auch die Natur,wenn auch nicht fruchtbarer, doch schöner. Eine der schönstenGegenden nahe bei der Stadt ist unstreitig die zu Glienicke.Das Dorf liegt tiefer und der Prinzliche Park am Wegeist mit seinem Schlosse und Springbrunnen reizend. Aufder Glienicker Brücke hat man eine schöne Aussicht. DieHavel ist hier voll und klar; sie kommt von Spandau,theilt sich in zwei Arme, von denen der eine nach Nedlitz,der andere nach Potsdam fließt. Ihr Bette dehnt sich hieraus und gewinnt das Ansehen eines gewaltigen Stromes.Auf der einen Seite sieht man herunter nach Nedlitz, unddie Ufer gewähren den belebten Anblick vom KöniglichenNeuen Garten, von anderen Privatgebä'udcn, und dem hohenWalde von Sakrow. Auf der anderen Seite stellt sich dardas ehemalige alte Jagdschloß vom Großen Churfürstcn, derBabcrtsbcrg, das Prinzliche Schloß mit seinen Nebengebäu-den. In der Entfernung sieht man die Stadt Potsdam,ihre Thürme und Vorstädte. Der Weg dahin führt durcheine breite Allee, an deren Seiten gut gebaute Gärtncrwoh-nungcn und Privathäuser liegen. Das Ganze war belebtund voller Fuhrwerk, che noch die Eisenbahn da war. Esist angenehm, auf dieser Brücke zu gehen; indcß sie warvon Holz und baufällig. Der König ließ eine neue Brückevon Steinen bauen, und sie ist ebenso köstlich, wie wohlgcra-thcn. Auf dem Babertsbcrgc erscheint sie in ihren Schwib-bogen schlank und bei aller Festigkeit leicht. Sie gehört mitzu den vorzüglichsten Bauwerken unter Seiner Regierung undman betrachtete sie und die schöne Gegend, die sich vor ihr