Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
Seite
214
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darum mächtiges Beispiel Seine Kinder erzogen; und es istIhm gelungen.

Um Seiner geliebten Tochter, der Kaiscrinn, den Auf-enthalt möglichst angenehm zu machen, wohnte sie in demstillen, aber prächtigen Knns «ouei. Der Königliche Groß-vater hatte den geliebten Kaiserlichen Enkeln gesagt:siemöchten sich frei bewegen und in den Terrassen die in ihrenweiten Räumen gebauten Glashäuser besuchen, wo die köst-lichsten Früchte in einer seltenen Vollkommenheit gezogenwerden, und solche genießen." Die Fürstlichen Kinder mach-ten gern von dieser Erlaubniß Gebrauch. Es waren aberGartcnwächter angestellt, welche die zu jeder Tageszeit unbe-scheiden heran drängende Volksmenge ab- und zurückhaltensollten. Dieß mochte auf eine schreiende, gebieterische, un-angenehme Weise geschehen, und die junge Großfürstinn,welche eben eine schöne Pfirsiche und Traube abgepflückthatte, glaubte, sie sei damit gemeint. Erschrocken und wei-nend sagt sie, um sich gleichsam zu entschuldigen, zu demWächter:Der Großvater hat es uns erlaubt!" Dieser,ehrerbietig seine Mütze abziehend, antwortete ehrlich, aber inseiner plumpen Mundart, der Großfürstinn:Wer redt mitIhr? Sic, so viel Sie will!" und das fröhliche Kindhüpft fröhlich zu den Gewächshäusern und seinen goldenenFrüchten zurück.

Der König ehrte und erfreute Seine Tochter Eharlotte,die Kaiserinn, öffentlich, wie Er sie herzlich liebte. Bei jederGelegenheit legte Er dieß an den Tag, unter Anderem auchbei der neuen Brücke zu Glienicke über die Havel. Manhat die Umgebung von Potsdam oft eine Oase in der Wüste