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zu ihrer edlen ungeschminkten Gesinnung fühlte Er sichimmer mehr hingezogen. Es war ein wesentlicher Beitragzu Seinem eigenen Glück, zu sehen und zu wissen, wieglücklich sie ihren hohen Gemahl mache, und an ihrer ein-trächtigen, zufriedenen Ehe weidete sich Sein väterlichesAuge. Besonders that es Ihm wohl, gelegentlich zu erfah-ren, daß sie im Stillen viel Gutes that und Nothlcidendcwesentlich und zweckmäßig unterstützte; und an ihrem weib-lichen Sinn für weibliche Erziehungsanstalten, an ihrerthätigcn Theilnahmc an dem Flor derselben, hatte Er Seinestille Freude. Mit Wohlgefallen sah Er sie walten undSeine wahre, echte Zuneigung bezeichnete Sein Blick undSein ganzes väterliches Benehmen. Es war eine wahreFreude und Erquickung, zu sehen, wie Er die mit Amnuthund Liebenswürdigkeit sich nahende, hochgeebrtc Schwieger-tochter begrüßte und an Sein väterliches Herz drückte. BeiTische saß sie immer bei Ihm, gcmüthlich unterhielt Ersich mit ihr; Er suchte für sie das beste, schönste Obstaus, und gab ihr solches auf eine Art und mit einem Blick,die sichtbar Seine Gesinm'lg an den Tag legten. Er liebtedie Kronprinzessinn m> väterlicher Zärtlichkeit.
Im Ansage des Sommers war an einem schönen Tagedas krow 'unzliche Ehepaar nach der Pfaueninsel eingeladen,als plötzlich ein Ungcwittcr aufstieg. Es war vor Tischeund die hohen eingeladenen Gäste waren noch nicht da. Esdonnerte, blitzte und regnete stark. Der König stand amFenster, beobachtete den Zug des Gewitters, und sagtemchrercmal: „Fatal! Fatal! Da werden sie mitten dreinsein! — Die arme Kronprinzessinn! ob sie sich fürchtet?Was sagen Sic," wandte Er sich an mich, „zum Wetter?"
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