gm fuhr. Der Ruf ihrer Schönheit und Auniuth, ihrerweiblichen Würde, ihrer Unschuld und Tugend, ihrer Ver-ständigkeit, Bildung und Besonnenheit, der ihr voranging,und von Allen, die sie gesehen, bestätigt wurde, rechtfertigtesich gleich bei ihrer ersten Erscheinung. Der Hochscligc Herrfand immer mehr in ihr, und sie erschien Ihm inhaltreichcr,als Er vermuthet hatte. Ost von der Klarheit und Richtig-keit ihrer Ansichten und Urtheilc überrascht, lernte Er sieimmer höher schätzen und in dieser Schätzung sie um somehr lieben. Um diese bewarb sie sich nicht durch eine bloßauf das Aeußcre gerichtete Aufmerksamkeit, sondern durchihr Vertrauen einflößendes würdiges Verhalten. Beidesunterschied Er sehr richtig und ein angenehmer Conscrva-tionston war Ihm nur dann Etwas wcrth, wenn er natür-licher Ausfluß innerer, wahrer Bildung war. Gefallsuchtohne diese durchschauete Er sehr bald, und leere Redens-arten Ovaren Ihm zuwider. Er beobachtete und verglich,wenn es auch nicht so schien, und Sein Gemüth bewahrtetreu einmal empfangene Eindrücke. Vorzüglich war IhmGleichförmigkeit und Einheit in der Stimmung Werth undtheucr. Das, was Kunst und Natur thun, war Ihm klar,und es hat wenige hohe Herren gegeben, die darin einen sorichtigen Tact besaßen. Am Meisten sah Er auf einen rei-nen Charakter, der von wahrem Ehrgefühl, das mit ge-wissenhafter Pflichtlicbe Ein und Dasselbe ist, gehalten wird.Dagegen war Ihm verkehrter Ehrgeiz zuwider. Er warein Freund und Lobredncr der Ordnung, die in ihrerSphäre bleibt und nicht in fremde Dinge, die nicht ihresBerufes sind, sich drängt und mischt. Alles dieß und wieEr es gern hatte, wollte und liebte, fand Er 'bei der Kron-prinzcssinn, und zu ihrer reinen verständigen Dcnkungsart,
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