Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
Seite
210
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Ich stand am andern Fenster und antwortete:Im Westensteigt es dick auf." Er, sonst die Ruhe und Gelassenheitselbst, ging unruhig auf und ab. Den Hofmarschall vonMaltzahn redete Er an:ob es nicht noch zu ändern sei undin der Stadt gespeist werden könne! Dann sei ein reitenderEilbote abzusenden."Die Einrichtung," crwiedcrtc der Hof-bcamtc,sei für die Pfaueninscl getroffen."Weiß wohl,"antwortete der König,ist mir nur zu thun um die Kron-prinzcssinn! Die werden mitten drein sein! Fatal!" sagte Erwieder, und ging auf und ab, hin und her, wie die Liebebesorgt zu thun pflegt, wenn denen, welchen sie von Herzengut ist, Unangenehmes begegnet. Alle Augenblick fragte Er:Noch nicht da?" Die mit unruhiger Sehnsucht Erwar-teten kamen endlich. Der König eilte ihnen entgegen, mitden bewillkommnenden Worten:Gut, daß Sic hier sind;habe mich Ihretwegen geängstigt!" und drückte die geliebteKronprinzcssinn mit väterlicher Zärtlichkeit an sich. DasWetter klärte sich nachher >vuf und der Abend war in seinerErfrischung schön und genußvoll. So war der König beijeder Gelegenheit ein guter, lieberer Mensch, und unbe-sorgt um sich selbst, doch besorgt für Andere, vorzüglich fürSeine Kinder. Familicnglück war und u^b Ihm das Ersteund Höchste.

Ganz besonders war Er in Seinem Esse, wenn, wasoft geschah, Seine auswärtigen Töchter von St. Petersburg,Schwerin und dem Haag viele Wochen, oft Monate lang,bei Ihm zum Besuch waren; und nirgends waren sie lie-ber, als bei Ihm in der Hcimath. Als Seine TochterPrinzessinn Alexandrinc mit dem Erbprinzen, nachherigem