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übriggebliebenen Kuchen genommen, warf denselben, da erden König sich entgegen kommen sah, in der Angst seinesHerzens in das ihm gerade zur Hand liegende Wäret, dennso freigebig und voll der Königliche Haushalt war, sokonnte doch der Herr das Naschen und heimliche Wegbrin-gen der Diener nicht leiden. Das Wäret des geistlichenHerrn war also über und über angefüllt mit Kuchen-Restenaller Art. Er ergriff es in demselben Augenblick, als derKönig bereits da war und vor ihm stand. Dasselbe mitseinem strotzenden Inhalte in der vorgehaltenen Hand ha-bend, sagte der König zu ihm: „Haben wahrscheinlich zuHause Kinder und Enkel. Essen gerne Kuchen. Sehe mitVergnügen, haben an sie gedacht; mitbringen!" Der Geist-liche war aber ängstlich und verlegen und wollte sich mitden Worten entschuldigen: „Weiß in Wahrheit nicht, wiedie Kuchen in mein Wäret"der König aber, der Nichtsvon dem Hergange wußte, erwiedertc: „Ist gar nicht nöthig,daß Sie sich erst entschuldigen; sehe so etwas gerne, habendaran wohlgethan!" — und redete dann von anderen Din-gen, und ging weiter. Nachher erfuhr der Herr den wah-ren Zusammenhang und machte diesem Geistlichen für denunschuldig erlittenen Schabernack ein angenehmes Geschenk.
Der König liebte und erfreuete gerne die Jugend, umso mehr, je trauriger und freudenleerer die Seinigc gewesenwar. Häusliche Liebe und Familienheitcrkeit, in welcherKinder am Besten dem Körper und der Seele nach gedei-hen, kannte Er aus Erfahrung fast gar nicht. In Seinenersten Jahren nahm Friedrich der Große fast gar keine No-tiz von Ihm, und mit Seinen Geschwistern vom Hofe ent-fernt, war Er größtentheils unter der Leitung eines grämli-