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mehren." Wie aber darauf erwiedert wurde, „daß die Prin-zessinn als künftige Königinn von Frankreich, doch eine in-teressante, selbst historische Person sei," ließ ich es geschehen.Die Prinzessinn kam mit Anstand und Würde. Der mir zu-nä'chststehcnde Vorgestellte war der Oberpräsident von Basse-witz. „Das ist," sagte sie mit Anmuth, „ein in Mecklenburgviel gehörter und geachteter Name. Ich kenne einen Ge-hcimrath von Bassewitz auf Schönhoff, einen vortrefflichenMann; ein muthiger Vertheidiger der Wahrheit und desRechts, ein Freund und Wohlthäter der Armen und Un-glücklichen." Als sie gehört, daß er ein Bruder desselbensei, wurde ihr angenehmes Gesicht noch freundlicher, undverbindlich sagte sie: „Sie sind gewiß Ihrem edlen Bru-der an Denkungsart und Gesinnung ähnlich, und so freueich mich doppelt, Ihre persönliche Bekanntschaft gemachtzu haben."
Zu dem vorgestellten Chef des Militair-Mcdicinal-We-sens, dem Leibarzt des Königs, Du. von Wiedel, sagte sie:„Das außerordentliche Wohlbesinden Seiner Majestät desKönigs ist die beste Lobrede aus Sie; von Herzen wünscheich, daß Sie ferner so glücklich sein mögen in der Erhal-tung der Gesundheit des lieben hohen Herrn." Jetzt kamdie Reihe an mich. Das Ccrcmonielle ist meiner Natur zu-wider; auch da fügt sie sich ungern, wo es Sitte ist, unddarum mißlingt mir immer die Thcilnahme an demselben;nicht wartend sagte ich darum, meinem Stande gemäß, dersich schon durch Amtskleidung zu erkennen gab, der Prinzes-sinn einige unbedeutende Worte über ihren merkwürdigen,interessanten Lcbensgang: „die Zukunft umhülle zwar eineundurchdringliche Finsterniß; aber die Stimme Gottes ver-nehme der Mensch in der reinen Stimme des Herzens;