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Liebe und Achtung von ihr gesprochen, und sie unter Ande-rem eine Normal-Prinzessinn genannt hatte. Sie waralso, außer der Verehrung, die dem Könige nach SeinemRange und nach Seiner Persönlichkeit gebührte, noch beson-ders mit warmem Dank gegen Ihn erfüllt für die gütigeThcilnahme, die Er an ihrem Schicksale genommen. DerHerzog von Orleans und die Prinzessinn von Mecklenburghatten sich in Maricnbad gesehen; ihre Herzen hatten sichgefunden und sich gegenseitig liebgewonnen. Man kann sichalso denken, mit welchen Empfindungen sie den König sahund begrüßte, als Er mit Seinen Kindern im Schloßhofeam Reisewagcn sie freundlich empfing! D'er Hof und dieEingeladenen waren versammelt, als der König mit derPrinzcssinn am Arme und Seinem Gefolge bei den Aufge-stellten durch den Saal ging. Die Augen und ihre prüfen-den Blicke waren auf die Vielbesprochene und Erwartetegerichtet; aber die liebenswürdige jungfräuliche Schüchtern-heit, mit der sie ging, sprach und grüßte, die Unschuld undAnmuth ihres Wesens, der stille, fromme Ernst, mit demihre Bestimmung sie erfüllte, mit einem Worte ihr zarterweiblicher Sinn, machte schon auf Alle einen günstigen Ein-druck. Dieser wurde noch vermehrt durch die Unbefangen-heit, Ruhe und Kindlichkeit, womit sie bei Tische mit demKönige sich unterhielt. Nach der Tafel wurden der fürst-lichen Braut dir Anwesenden, die in einer Reihe und imKreise umher standen, durch die Oberhofmeisterinn die Da-men, die Herren durch den Oberkammerhcrrn vorgestellt.Dieser, neben dem ich stand, fragte mich: „ob ich nicht prä-scntirt sein wolle?" Ich lehnte dieß mit der Bemerkungab: „ich wolle den Zwang (Zeus) der Prinzessinn, auf dieohnehin schon alle Augen gerichtet wären, nicht noch vcr-