Druckschrift 
2,2 (1845)
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niglich-prächtig, und dcr Königliche Herr, wie mäßig undfrugal Er auch sonst in Seiner gesammten Lebensweisewar, ließ es bei solchen Gelegenheiten an Nichts fehlen.Die Gäste, welche Er mitbrachte, und die Eingeladenenwaren dann immer zum Diner, Schauspiele, welches aufdem Hostheatcr im Palast gegeben wurde, und zum Souperda. Es lagen mehrere Stunden zwischen dem Mittags-cssen und der Comödie, wo die Gesellschaft sich zer-streute, und entweder die Säle und Kunstwerke des großenSchlosses besah, oder in den schattigen Gängen des ange-nehmen 8aus «ouci sich erging, bis man spät auf erleuch-teten Wegen nach der Stadt zurückkehrte. Solche Tagewaren immer festliche und man wünschte sich Glück, ihrerFeier beigewohnt zu haben.

Fast alle solche Königlichen Feten hatten etwas Inter-essantes, wo man Neues sah und hörte.

Zu diesen gehört auch, namentlich seiner vorausgegan-genen Verhandlungen und Folgen wegen, das Hoffest,welches im Schlosse in der Residenzstadt Potsdam bei An-wesenheit der Mecklenburgischen Prinzessinn Helene gegebenwurde. Ihrer Vermählung mit dem Kronprinzen vonFrankreich, dem Herzoge von Orleans, hatten sich Hinder-nisse und Schwierigkeiten entgegen gestellt, welche der geradeBlick und die kategorische Kürze des Königs Friedrich Wil-helm III. beseitigt und damit die Wünsche zweier sich lie-benden Herzen erfüllt hatte. Die eingeladene Prinzessinnwollte dein verehrten Könige ihre Pietät bezeigen und nahmihren Weg von Schwerin nach Paris über Potsdam. Siewußte, daß dcr König die ganze Vcrmählungsangelegenheitmit dem Ihm cigcnthümlichen Zartsinnc behandelt, mit