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Auguste vorzüglich Werth, und wohl nicht oft, selbst in Pri-vat-Verhältnissen nicht, ist eine Verbindung zwischen Bru-der und Schwestern glücklicher und einträchtiger gefunden,als es hier der Fall war. Man sah sie nicht nur bei Hof-festen, sondern im täglichen Leben, bei- und miteinandereinträchtig. Ihr gegenseitiger Umgang hatte nicht das Steifeund (Zeremonielle der Hofes-Sitte, sondern das Einfache,Frohe und Natürliche solcher Herzen, die sich gegenseitig ver-stehen und lieben. Prinzcssinn Auguste vermählte sich mit deinErbprinzen, nachherigen Churfürsten von Hessen-Cassel; diePrinzessinn Wilhelmine mit dem Erbprinzen von Oranien,dem nachherigen Könige der Niederlande. Mit dieser Schwe-ster Wilhelminc stimmte ihr hoher Bruder, der König, inallen Stücken überein und sie hatten sich gegenseitig vonHerzen lieb. In der That war es eine Lust und Freude,Beide zusammen zu sehen. Selbst bei glänzenden Hoffesten,wo Alles förmliches (Zeremoniell ist, verläugnctc sich dieseinnere Zuneigung nicht; mitten in den glänzenden Reihender Geladenen suchten und fanden sich die geschwisterlichenzutraulichen Blicke, und von selbst, dem Gesetze der Anzie-hungskrast folgend, fanden sich die sympathisirenden Herzen.Man sah die Beiden immer zusammen und sie sprachen undwaren beieinander wie Bruder und Schwester. Boll vonAufmerksamkeit für sie, suchte der König Alles auf, was diehohe Frau heiter und vergnügt stimmen konnte, und alleFamilienfeste, die Er veranstaltete, hatten diesen Zweck. Erverbarg zwar denselben, und that, wie wenn sich von selbstAlles dabei gemacht habe; aber gerade darin lag das Rüh-rende und Liebevolle Seiner brüderlichen Gesinnung. Dießwar auch nicht künstlich geformt und herbeigeführt, sondernfloß wahr, einfach und natürlich aus Seinem Innern. Sic
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