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ängstlich Ihn ansahen, sprach Er: „Seid doch nicht so!In dem Verhältniß, welches die Natur geknüpsthat und welches die festen Bande des Blutes gc-heiliget haben, ist dadurch, daß ich als Erstgebo-rener jetzt'König geworden, Nichts geändert; dießist dasselbe geblieben, und muß dasselbe bleiben;nennt mich, wie Ihr bis jetzt es thatct, BruderFritz." So ist es von Ihm gehalten und geblieben in allenPerioden Seines Unglücks und Glücks, bis an Sein Ende.Er war ein Fricdenssürst, besonders in Seiner Familie.
So wie Er überhaupt wegen ihrer Kürze und practi-schcn Lebenstendcnz die Sprüchwörter, an denen die deutscheSprache so reich ist, liebte, so führte Er, wenn von Fann-lieuglück die Rede war, im Munde das oft angeführte undgehörte wahre, inhaltrciche Wort: Friede ernährt, Un-friede verzehrt. Bei allen vorkommenden Zwistigkcitcnsah Er nur auf Beilegung derselben; Seine liebevolle Gc-müthlichkeit wollte nur Eintracht. Zwietracht in der Ehehielt Er für das größte Unglück, welches, concentrirt aufeine enge Sphäre, seine nachtheiligen Folgen und Wirkun-gen auf alle Lebensfreuden zerstörend wie ein Eist verbreite.Am Besten und Natürlichsten schlage feste Wurzeln, wachseund gedeihe die Eintracht in der Ehe durch Zuneigung desHerzens; wo diese fehle, sei sie, als ein Product der Natur,freilich nicht zu erzwingen; aber da, wo unglücklicherweisedie Sympathie fehle, müsse man sie durch vernünftige undfromme Grundsätze ersetzen; dieß nannte Er sinnreich: „La-vircn." Es sei ein Unglück, gegen den Strom zu schwim-men; aber durch weises Nachgeben und Schweigen ließe sichviel Böses gut machen. Darum war Ihm die sanfte, ru-hige Gcmüthsstimmung Seiner Schwestern Wilhelmine und