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Prinzen mit dem lebensfrohen Knaben Fouque vorzüglichmit Ballschlagcn und militairischen Spielen. Die beidenKöniglichen Brüder wurden, je mehr sie auf sich selbst zu-rückgeführt und vom Familienleben entfernt waren, sich im-mer werther und unentbehrlicher, welches bei andern Brü-dern, namentlich dann, wie hier der Fall, wenn die Tempe-ramente verschieden sind, nicht immer geschieht. Ihre Zu-neigung und Anhänglichkeit wurde vermehrt in spätem Jah-
gen, in Herausgabe neuer Schriften, namentlich der Adelszei-tung, welche dem herrschenden Gcschrpack nicht zusagten, machtendas Uebel ärger, und seine Stimmung reizbarer. Uebrigensist in seine» älter» Schriften viel Vortreffliches, namentlich inseinen vaterländischen Schauspielen und seinen religiösen Lie-dern. Wie man aber über ihn als Schriftsteller auch denkenmag, so leidet es doch keinen Zweifel, daß er ein guter, edlerMensch war. Sein offenes, gerades, aufrichtiges, gutmüthigesWesen erwarb und sicherte ihm die Liebe aller seiner Freunde,die ihn und seine herrschende Gcmüthsstimmung genau kannten.Er kam oft nach Potsdam zu seiner würdigen Tante, der ver-wittwctcn Frau Gräfin» von Schmcttau, und wohl war eseine Lust, ihn mit dem interessanten Prediger Jänike daselbst,gewiß jährlich einmal an ihrem Geburtstage, zu sehenund zu hören. Er hatte als Knabe den jungen Prinzenoft in Sacro gesehen und der König kannte und liebte ihn vonder Zeit her. Ltr. seine „Denkschrift auf Friedrich Wil-helm III. Eine biographische Mittheilung. Leipzig 1842."Des jetzt regierenden König Friedrich Wilhelm IV. Majestät,das Verhältnis ehrend, worin Fouque gegen den HochseligcnHerrn gestanden, und wissend, wie lieb und Werth von früherJugend an seinem Herzen das romantische Sacro gewesen, botihm dasselbe mit gnädigem Wohlwollen zum angenehmen Som-mer-Aufenthalte an. Dankbar und froh würde er diese Kö-nigliche Huld angenommen haben, wenn der Tod ihn nichtplötzlich weggenommen hätte.