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also mit Stillschweigen ubergehen, und nur das Wichtigstedarin finde hier eine Erwähnung.
Wiewohl Friedrich Wilhelm, als König der Drittegenannt, nach Seinem Naturell in sich Lekchrt und ernsterwar, als Sein Bruder Ludwig, 3 Jahre jünger, als Er,so liebten Sie sich dennoch wechselseitig recht innig. Sietheiltcn ihre Studien und Spiele; sie wohnten, von ihrenLehrern und Erziehern geführt, den öffentlichen Sitzungender Akademie der Wissenschaften, den Prüfungen der Loolamilitaii-k und der Gymnasien bei. Beide Bruder warenstets beisammen in brüderlicher Eintracht, weßhalb man sieauch Kastor und Pollux nannte. Beide hatten Pferde sehrlieb; sie ritten gern und ritten gut. Gewöhnlich nahmensie ihren Weg nach Sacro bei Potsdam, welches damalsvon dem Vater des bekannten Friedrich Baron de la MotteFouque *) bewohnt wurde. Hier vergnügten sich die jungen
*) Friedrich Baron de la Motte Fouquü gehört zu den bekannten,und man darf hinzusetzen, zu den denkwürdigen Männern sei-ner Zeit. Wenigstens hat es eine Periode gegeben, in welcherseine größtenteils ästhetischen Schriften, will man auch nichtsagen allgemein goutirt, doch viel gelesen wurden, so daß siemehrere Auflagen erlebten. Aber wie viele Andere, namentlichLafontaine (Prediger in Halle), hatte er das Unglück, sich selbstzu überleben, das heißt länger zu existiren, als er in der öf-fentlichen Meinung etwas galt. Größer, als dicß Unglück,welches bei der jährlichen Fluth der Schriften; die den Reizder Neuheit haben, den meisten alten Schriftstellern begegnet,war die Selbsttäuschung, die nicht in sich selbst und in derwechselvollen Veränderlichkeit der Zeit, sondern in ihrer Ver-dcrbtheit und in einem verkehrten Zeitgeistc, die wahre Ursachesuchte. Er glaubte sie darin zu finden, und seine Bemühun-