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mich." In diesem Augenblick kam ein Adjutant, und gab,mit dem Zusätze: „Jetzt eben mit einem Courier gekommen!"einen Bries ab. Der König nahm ihn; doch mit dem Zu-sätze: „Nicht einen Augenblick hat man Ruhe!" NachdemEr gelesen, entfernte Er sich; sagte aber im Zurückblicken, in-dem Er die Uhr herauszog, „bei Tische sehen wir uns wieder."
So lebte der König in Gemeinschaft mit der Vollen-deten; sie war eine rein-geistige, mit der eine sinnliche Liebenichts mehr zu thun hatte. Sie war eine wahrhast fromme,und darum eine heitere, die auf Sein Herz einen milden,und auf Sein Leben und Wirken einen ermunternden Ein-fluß hatte. Mit dem festen Glaubensblick zum Himmel ge-hörte Er der Erde an und ordnete die Angelegenheiten inSeinem Lande, und bei dem Ansehen und Vertrauen, wo-mit die Welt in öffentlicher Meinung Ihn ehrte, viele inEuropa. In den verschiedenen Cabinetten der regierendenHerren unternahm und that man Nichts, ohne vorher SeineMeinung und Seinen Rath erbeten und eingeholt zu haben.Weil Ihm eine heitere Ruhe eigen geworden, bewegte Er sichunbefangen mit einem bewunderungswürdigen Gleichmuthc,der aber durchaus kein apathisches Phlegma war, durch diebunten Wechsel des Lebens, die bei'm Hofleben am Schnell-sten und Buntesten sind. In allen Dingen war Ihm Mä-ßigung eigen, und Er behauptete und bewies sie auch da,wo Ihm Leidenschaftlichkeit entgegentrat. Er blieb ruhigund ließ sich durch Nichts aus der Fassung bringen; nurwar Er reizbar und abweisend, wenn man kleinen, unbedeu-tenden Dingen Gewicht und Größe beilegte. Solche machteEr schnell mit wenigen befehlenden Worten ab, und bestimmte,wie es sein sollte. Er duldete hier keinen Widerspruch und