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Weiter bis an die Allee rechter Hand gekommen, bog Erin dieselbe ein, und ging, den einen Arm Seiner Gewohn-heit nach auf der Hüfte, den andern in der Weste, nochlangsamer; es war die dunkele Allee, die zu dem Mauso-leum der Hochseligen Königinn führt. Aus tiefer Brust singEr nun an: „Haben am letzten Sonntage zum Gedächtnißder Verstorbenen eine Predigt gehalten, wobei ich viel andie Unvergeßliche gedacht habe, die dort begraben ist. Gernegehe ich den Weg, der zu Ihrem Grabe führt. In den er-sten Tagen und Wochen, wo Ihr angenehmes Bild mir leb-haft vor den Augen stand, habe ich thörichterwcise auch oftgewünscht, daß Sie mir erscheinen und mit mir reden möchte.Oft bin ich des Nachts, wenn ich nicht schlafen konnte, auf-gestanden und hier herumgegangen. Die Einbildungskrafthat, wenn man traurig ist, besonders in dunkler schlafloserNacht, eigene Spiele. Aber Sie haben Recht, man thutwohl, wenn man nicht darauf achtet; man läuft, giebt manihr Gehör, dem Aberglauben in die Hände. Den Kopfmuß man oben und klar halten; dann sieht man keine Ge-spenster; und ein Gespenst war Luise nicht". Der Königschwieg. „Aber" siel ich ein: „das Herz hat auch seineRechte." „Weiß wohl," fuhr Er fort, „und darum habenSie auch über die geistige Gemeinschaft mit denen, die wirlieb hatten und behalten, als eine Christenpflicht geredet.In dieser Gemeinschaft liegt etwas ungemein Wohlthuendes.Ich kann nicht anders, wenn ich auch wollte. Sie fälltmir immer wieder vonselber ein, und Ihr Bild tritt mirbeständig vor die Seele. An Ihren angenehmen Umganggewöhnt, ist es mir zur andern Natur geworden, mit Ihrzu leben. Diese Gemeinschaft hindert mich auch nicht, sieist mir vielmehr in Allem förderlich, ermuntert und tröstet