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ist immer der Beweis von Flachheit; und wo viele Wortesind, da ist wenig Empfindung. — Aus diesem Grunde warder König nach dem Tode der Königinn noch lieber alleinin dem stillen Paretz, und nur Seine Kinder begleiteten Ihndahin. Fremde waren selten eingeladen. Die auf einem Hü-gel gelegene Dorfkirche war ihm lieb; den Altar derselbenbekleidete Er durch Seine Tochter Charlotte, die jetzigeKaiserinn von Rußland, mit einem kostbaren hellblauen sei-denen, in Silber gestickten großen Tuche, den die Ver-ewigte gehabt, und man sah auf demselben an heiligerStelle eine Prachtbibcl und zwei kostbare Leuchter, wie ne-benbei an der Wand eine schöne Abbildung des heiligenAbendmahls. Da, wo Er mit Seinen Kindern und demkleinen Gefolge während des Gottesdienstes andächtig undin sich gekehrt saß, ließ Er ein großes Relief-Tableau inThon, „die Verklärung der Hochseligen Königinn," aufstellen,verfertigt von Schadow; ein Immortellen-Kranz mit demNamenszug Luise hängt daneben. Absichtlich umgab Ersich da, wo Er solchen Erinnerungen nachhängen konnte,mit Gegenständen, die sie immer wieder auffrischten und be-lebten; und diese Erinnerungen waren so rein geistig undreligiös, daß sie alles Jrdischherbc verloren. Diejenigen,welche mit Ihm gar nicht darüber sprachen, in der Mei-nung, man thue besser, diese Corde nicht mehr zu be-rühren, haben Ihn und Seinen geläuterten Schmerz nichtverstanden.
Dieß wurde vorzüglich klar, als Er Seine PrinzessinnTochter Luise, vermählt mit dem Prinzen Friedrich der Nie-derlande, nach dem benachbarten Brandenburg begleitete.Die Behörden und die Einwohner der guten, treuen, alten