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Ursache davon auf die Umgebung, die man sonst mit andernAugen ansah. Vor dem Paradiese steht dann ein böserGeist mit einem flammenden Schwerte, der den Ein- undZugang unmöglich macht. Dann geht es Einem gewöhnlichso wie mit zurückgelassenen Kleidungsstücken, welche die Ver-ewigten getragen und in welchen man sie oft gesehen. Esist, als wenn bei'm Anblick solcher Bekleidung das Bild unddie Gestalt der Verewigten uns lebendig vor Augen träte,uns ergreift stärker der Schmerz, es erwacht eine Reihe vonVorstellungen und Erinnerungen, die uns traurig macht;man mag solche lebendige Denkzcichen nicht mehr sehen undmacht, daß sie uns aus den Augen kommen. —
Bei dem Könige war es anders. Er unterhielt denSchmerz; aber derselbe war ein durch fromme Resignationstiller und geläuterter, starker, edler Schmerz; — dagegenjener eine Beimischung von Egoismus hat, dessen Selbstsuchtdurch unangenehme Gefühle nicht gestört sein will. Mangeht ihm aus dem Wege und mag die Traurigkeit nicht,die Einem, auch nach der Meinung Anderer, als unnützeSelbstpeinigung vorkommt. Darum wird Veränderung desOrts und der Umgebung, eine Reise in ferne Gegenden,gewöhnlich als Zerstreuung und Heilmittel vorgeschlagen undbenutzt, — benutzt gewöhnlich mit Erfolg, weil der Schmerzzwar ein heftiger, aber flach auf der Oberfläche liegenderund darum kurzer ist. Als Jesus Christus gekreuzigt wurde,flohen die übrigen Jünger, die auch ihren Herrn zu liebenmeinten, wie in die Flucht gejagte Schafe, die ihren Hirtenverloren haben; sie entfernten sich von dem schrecklichen,grausamen Orte und konnten es da nicht aushalten. Mariaaber, seine Mutter, der ein Schwert durch die Seele drang,II. m 12