l?4
lassen können; Jeder würde das in der Ordnung finden.Aber das genügte Ihm nicht; Er dachte daran. Er konnteund wollte Die, welche Ihm Alles gewesen war, und dienicht vergessen, die in Ihrer Jugend Ihr Gutes gethan hatte.Man kann sich das Erstaunen denken, als Er hereintrat indas stille, bescheidene Zimmer. Er wollte nur von der Herr-lichen in Ihrer Jugend von der, welche sie geleitet, hören;Er drückte wiederholcntlich der Gellicu die gute alte Hand,und beschenkte sie mit einer bedeutenden Geldsumme undeinem kostbaren Shwal, den die verewigte Königinn zuletztgetragen hatte. Er hatte dieses Ihm werthe Tuch von Char-lottenburg mitgenommen und es bei sich, als Er es mit den
tig bis anss Ende; noch auf dem Sterbebette und im Todelächelte der stille Frieden auf seinem edlen Angesichte, der ihmim Leben alle Herzen gewann.
Wer das Glück gehabt und genossen, den Hochscligen Kö-nig und diese Seine beide» Eabinetsräthc, Witzlebcn und Albrecht,mit welchen und durch welche Er eine lange Reihe von Jahrenregierte, persönlich zu kennen, der kann nicht ohne Erhebungund Freude an dicß geistvolle und schöne Triumvirat denken.Er stehet darin die höhere leitende, beglückende Hand, die, wennsie Millionen segnen will, also zu combinircn weiß, daß in einersolchen ineinandergreifenden, sich gegenseitig unterstützenden undtragenden harmonischen Bereinigung Großes geschehen und zuStande kommen kann; dieselbe Hand, die für ein unermeß-liches Werk neben den Petrus einen Johannes und neben Luthereinen Melanchthon stellte, und im Großen, wie im Kleinen, imStaate, in der Kirche, wie im Hause, überall da am Tiefstenund Besten segnet, wo sie Kraft und Liebe miteinander verbin-det und zur Einheit verschmilzt. So hier! In Wahrheit, esgicbt in dieser Beziehung kaum ein schöneres, ansprechenderesBild, als das Innere des Cabincts, in welchem wir KönigFriedrich Wilhelm III., vor ihm stehend Witzlebcn und Albrecht,vortragend und berathcnd, erblicken.