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2,2 (1845)
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gcs die Frauen, ordnende Hände leiteten ihr humanes Ge-schäft, und an Geld fehlte es nicht, da Jeder nach Vermö-gen beisteuerte.

Großes und unvergeßliches Verdienst hat sich in diesergewaltigen, heroischen Zeit das weibliche Geschlecht um diegemeinschaftliche gute Sache durch diese seine liebevolle Teil-nahme erworben und die Siege mit herbeiführen helfen.Denn muthigcr und tapferer wurden sie errungen, da die,welche sie herbeiführten, wußten, daß sie, verwundet undkrank, daheim eine gute, liebevolle Aufnahme fanden. DasVerdienst derselben ist um so größer, je geräuschloser undallgemeiner es ist, unbefleckt von unreinen Nebenabsichten,hervorgegangen und beseelt von edlem Pflichtgefühl. Darumhatte dieß Werk der frommen Menschenliebe auch eine edle,würdevolle Haltung; es wußte sich Nichts mit seinen Tha-ten; es war aus einer Stimmung entsprungen, welche diedamalige Zeit mit sich brachte. Sie, diese Stimmung, wareine allgemeine; Keiner sprach von Opfern; Jeder that, waser nach seinem Berufe konnte; nie ist das Preußische Volkgrößer gewesen! Wie hätte die Hälfte desselben, wie dasweibliche Geschlecht, wie unsere Mütter, Frauen und Bräutezurückbleiben können? Es ist nicht zurückgeblieben, es hatseine Kräfte und Gaben weiblich, demüthig, mit frommemSinn auf den heiligen Altar des wieder frei und glücklichgewordenen Vaterlandes dargebracht.

Niemand erkannte dieß tiefer und lebendiger, als KönigFriedrich Wilhelm III,, und wie konnte Er diese Anerken-nung zarter und besser an den Tag legen, als wenn Erzum Andenken dessen, was das weibliche Geschlecht in schwe-rer Zeit freudig gethan und ruhig geduldet, einen Verdienst-