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2,2 (1845)
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Tagen wird auf Verlangen, besonders Fremden, das Mau-soleum geöffnet; und wer zählt die guten Gedanken und from-men Gefühle, die sich hier entwickelt haben und aufgestiegensind! Der Schlüssel zu dem wohl verwahrten eigentlichen Grab-gewölbe befand sich in sicherer Verwahrung des Königs selbst.

Professor vi. Rauch, von Verehrung und Dankbarkeitgegen seine verewigte hohe Wohlthäterinn erfüllt, hatte, demZuge seines Herzens folgend, im Stillen in seiner Werkstätteein zweites Bild, dem ersten ähnlich, angefertigt. In demzu Charlottenburg ist der Ausdruck des Todes vorherrschend,so daß man gleich die Leiche sieht; in diesem stellt er Sieauch liegend, aber gesund und schlafend, vor. Dieß Meister-werk wollte er für sich behalten; aber er überließ es demdavon überraschten und erfreuten Könige. Dieser wiesihm, damit auch das große Publicum Genuß davon habe,in dem früheren, jetzt geräumten Antiken-Tempel in demHaine von sonei, da, wo der Wald am Dichtestenist und Schatten den großen Platz einhüllen, seinen schick-lichen Ort an. Es zu sehen und zu betrachten, war derberühmte Archäolog C. A. Böttigcr von Dresden nach Pots-dam gekommen und ich führte ihn dahin. Sinnend undbetrachtend, mit ernstem geistigen Kennerauge, stand mitentblößtem Haupte der vertraute Freund der schönen Alter-ihümer stillverloren im Anschauen da. Dasselbe hatte densprechenden Ausdruck des Forschenden, des Zufriedenen, danndes Ehrerbietigen, dann der Bewunderung. Nachdem erlange schweigend das Bild in allen seinen Theilcn und dannwieder das Ganze betrachtet hatte, faltete er die Hände undrief aus: „O mein Gott! Sehr schön! Hier vergißt dieKunst ihre Kritik, und die Natur überwältigt uns in ihrerII. (y tv