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„Schrecklich wahr! Nie wiedersehen"! rief Er aus, und ver-ließ tief erschüttert das Zimmer."
„Auch nach Potsdam mußte ich dem Könige mit meinerArbeit folgen; und war in Seiner Nähe, in einem Zimmerauf demselben Corridvr; späterhin wurde mir der ConcertsaalFriedrich's des Großen zum Malen angewiesen. Täglich nachder Parade kam der König und betrachtete die fortgeschritteneArbeit. Damals war es auch, als der Hofprediger vr.Eylert seine Predigten zur Gründung des Luisen-Denkmalsherausgeben wollte und das Bildniß der Hochseligen Königinnvorzusetzen wünschte. Der König genehmigte dieses, mit derAnordnung, daß der Kupferstich nach meinem Bilde undunter meiner Leitung ausgeführt werden sollte."
„Eines Nachmittags sagte Er zu mir in Seiner milden,fast verschämten Weise: „Ich möchte Ihnen wohl was an-muthen, wenn Sie es nicht unter Ihrer Würde halten;müssen aber nicht davon sprechen, — die Herren von derAcademie und Kunstkenner würden mich sonst in den Bannthun. Da die Büste von Rauch die Augen geschlossen hat,und Ruhe und Schlaf ausdrückt, so sollen Sie es mal ver-suchen, die Büste mit der Farbe des Lebens zu beseelen;wir können wenigstens probircn, ob es geht. Weiß wohl,dieß ist wider die Regel; aber die Natur ist überall die ersteLchrcrinn."
„Da nun die Büste von Gips war und die Oelfarbeeinsog, so mußte sie erst in Oel getränkt werden; damalswußte ich selbst nicht damit Bescheid. Es wurde also Pro-vencer Oel aus der Königlichen Küche besorgt, und der Kö-nig betupfte selbst mit dem Pinsel die Büste, um sie zu sät-