Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
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tigen. Das Diadem, womit sie geschmückt war, wurde durcheinen Bildhauer in die gewöhnliche Haartracht der Königin»umgemeißelt und sowohl dem Kops und den Haaren, wiedem Ganzen, Lebensfarbe gegeben. Ehe die Büste fertigwar, reiste der König zu der Zusammenkunft nach Dresden;als Er zurückkehrte, wurde sie Ihm vorgestellt. Doch warEr, wie vorauszusehen, nicht befriedigt. Noch liegen imSchlosse zu Potsdam zwei solche angemalte Büsten in einemSchranke verschlossen."

„Nach dem Pariser Frieden ließ mich der König, daich die Fcldzüge als Freiwilliger mitgemacht, neben meinemGeschäfte als Commissarius für die Zurückgabe unserer ge-raubten Kunstwerke daselbst die Oelmalerei studircn, damitich auch in dieser Art die Ihm unvergeßlichen Züge der ver-ewigten Königinn darstellen möge. Dieß geschah nach mei-ner Rückkehr im Jahre 1823 in verschiedenen Gemälden,und wenn auch Sorgen und Geschäfte der Regierung denKöniglichen Herrn verhinderten, die frühere thätige Teil-nahme am Malen selbst zu zeigen, so war doch das innigeInteresse am Gegenstande selbst dasselbe geblieben. Seit je-nem Uebergange in eine bessere Welt war Ihm vorzüglichdie Darstellung von Engeln lieb und Werth, und Er meinte,sie müßten in dem Reize der Jugend und Schönheit so ge-bildet werden, daß man in ihren menschlichen verklärten Phy-siognomien den Unterschied der Geschlechter nicht sehe. Ersprach darüber sehr sinnreich und schön und Seine ernsteneinfachen und doch gedankenvollen Acußerungcn sind mir im-mer lehrreich gewesen und unvergeßlich geblieben. Ich genoßdas seltene Glück, seit dem Jahre I8IU in vielfacher Be-ziehung dem erhabenen Verblichenen nahe zu stehen, und die