Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
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rendm Beispielen der Art verdient hier folgende Begebenheiteine Stelle.

In dem durch Berlin nmrschirenden Großherzoglich Bcr-gischen Regiincntc befanden sich viele Soldaten aus der Graf-schaft Mark; diese dienten dem mächtigen Unterdrücker gegenihren Willen und hingen noch mit- voller Liebe an dem Kö-nige von Preußen, den sie, ob sie Ihn gleich verloren, nochimmer den Ihrigen nannten. In Berlin anwesend, wün-schen sie Ihn zu sehen und sie versammelten sich haufenweise

sehr gerne, aber Er behält es nur bei sich, und ein gutes Herzhat Er, wie ein deutscher Potentat haben muß, und ein sehrprächtiges. Es ist erstaunlich und eine Verwunderung kommteinen an, wenn man die Männer, die davon wissen, hat er-zählen hören, wie Er sich in der grausamen Roth, als derFranzose im Lande hausete, so zu sagen das Brod am Mundeabgebrochen hat, und hat Seinen Prinzen und Prinzessinnen zuGeburtstagen und Weihnachten nur ganz erbärmliche Präsentergemacht, bloß damit Er den armen Untcrthancn, die ganz aus-gesogen waren, nicht viel koste. Dieses segnet Ihm nun derliebe Gott in Seinen alten Tagen in Fülle, und Er ist wiederin guten Umständen und ganz wohl auf. Gott erhalte Ihnlange dabei! Noch neulich hat Er einen armen Menschen inunserer Nachbarschaft, den Einer wegen Zinsen und Kostenmitten im Winter hatte vom Hofe herunter subhastiren lassenwollen, das Geld aus Seiner Tasche gegeben. Wen» er kann,soll Ihm der es wieder geben, und wenn er nicht kann, sothut's auch nichts, hat der König gesagt. Deßhalb haben wirimmer von vielen Geschichten um uns herum nichts wissen wol-len; wir stießen an und ruften und rufen: „Der König sollleben!" Zwar habe ich nie von Ihm etwas zu bitten bedurft,und ich gebrauche Ihn nicht zu meines Leibes Nothdurft; abervoll Freuden bin ich immer gewesen, Sein Unterthan zu sein;Er ist ein geborner Fürst und mein Herz habe ich an Ihm er-frischt all mein Lebtage."