Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
Seite
81
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darum weil sie eine unnaturliche ist, kann sie nicht bestehenGott weiß aber, wie lange sie dauern wird."

Die Verehrung, Liebe und Anhänglichkeit, die der Kö-nig und Seine Sache in den gewaltsam abgerissenen alten

Schilderung der Grafschaft Mark und seiner Bewohner, vor-zuglich der Bauern, um so mehr, da in derselben auch dieRede ist von König Friedrich Wilhelm III. Wer dicß schongelesen, wird es gern hier wiederfinden; wer noch nicht, wirdeilen, sich mit der Schrift: ,,Münchhausen, eine Geschichte inArabesken von Carl Jmmcrmann", bekannt zu machen.

„Nicht sagen kann ich dir, wie wohl mir hier zu Muthegeworden ist in der Einsamkeit der Wcstphälischen Hiigclebcne,wo ich bei Menschen und Bich seit 8 Tagen einquartirt bin.Und zwar recht eigentlich bei Menschen und Bieh; denn dieKühe stehen mit im Hause zu beiden Seiten des großen Flurs,was gar nichts Unangenehmes oder Unreinliches hat, vielmehrden Eindruck patriarchalischer Wirthschaft vermehren hilft. Vormeinem Fenster rauschen Eichcnwipfel, und neben denen hinsehe ich auf lange Wiesen und wallende Kornfelder, zwischendenen sich dann weiter wieder ein Eichenkamp mit einem Ge-höfte erhebt. Denn hier geht es noch zu wie zu Tacitus Zei-ten. tlolunt tliversi, nt kons, »t campuü, nt rxzmn« pla-onit. In solchen Höfen hat man eine Empfindung froher Ruhealler Sinne, wie sie Prachtgärtcn, Parks und Villen nicht zuerregen, vermögen. Denn das ästcthischc Landschaftsgcsiihl istschon ein Product der Ucbcrfcincrung, weßhalb es denn auchi» eigentlich robusten Zeiten nie auftritt. Diese halten vielmehrdie Stimmung zur Muttererde, als zu der Allernährerinn, fest;wollen und verlangen nichts von ihr, als die Gabe des Feldes,der Viehweide, des Fischteiches, und des Wildforstes. Die Wcst-phälischen Bauernhäuser liegen abgebaut einzeln da; denn dieBewohner wollten stets ihre Wirthschaft im Auge behalten.Darum ist auch jeder einzelne Hof ein kleiner Staat für sich,II. M g