Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
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Seine Ahnherren und Vorfahren hatten zn ihrer Zeit nurbereits Hochgestellten öffentliche Auszeichnungen und Ordenverliehen; Er ehrte jeden Stand, wollte also auch in jedemdas wahre Ehrgefühl wecken und jedes Verdienst, wo essich auch fände, anerkennen, bemcrklich machen und heraus-heben. Er gab zu dem Ende, eine Erweiterungs-Ur-kunde für die Königlich Preußischen Orden und Ehrenzei-chen, und sprach laut, daß die ganze Welt es hörte, diemerkwürdigen Worte: ,,Bei dem Werth, welches dasVerdienst jeder Art für mich und den Staat hat,will ich es auch allgemein öffentlich ehren, be-lohnen und ermuntern. Sämmtliche Orden -und Ehrenzeichen geben den Besitzern das Recht,außer den Amts Verhältnissen, als die Erstenihres Ranges und Standes geehrt zu werden.Das Krönungs- und Ordensfcst, am jedesmaligen 18ten Ja-nuar, nun neu in Form und Bedeutung, wurde dadurchein frommes und frohes Nationalfest, an welchem alle Ehren-männer der Nation mittelbar und unmittelbar Antheil nah-men, mit der Excellcnz feiern es der Bürger und Hand-werker durch alle Stände. *)

Tiefer noch legte der König den Grund zum Wieder-aufbau des zertrümmerten Staates durch Errichtung einerUniversität zu Berlin. Es ist merkwürdig und Ausschlußgebend, daß Er das schwere Werk der Reorganisation damit

') Dieß war späterhin noch mehr der Fall bei dem eisernen Kreuze,welches man auch auf der Brust des Tagelöhners stehet. Erist ein Ehrenmann und vor ihm nimmt man den Hut ab.