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Geschenken aller Art. Alles war vereinigt, was den Aufent-halt der hohen Gäste angenehm machen konnte. Der Ernstund die Würde des Königs und die Anmuth und Freund-lichkeit der Königinn gewann auch hier Aller Herzen. Siesprach gern von Ihrem Ausenthalt in Petersburg; weniger vonden Festen, die Ihr und dem Könige zu Ehren gegeben, alswie von dem, was Ihr Herz dort gesunden. In dieser Be-ziehung war die Kaiserinn Mutter, eine hohe und kräftigeFrau, Ihr vorzüglich auch darum wichtig, weil sie, be-kanntlich, allen weiblichen Anstalten, die sie zum Theilselbst gestiftet, mit praktischer Lebensweisheit vorstand, undmit denselben, insofern sie in Petersburg waren undblühten, die Königinn durch einen fleißigen Besuch bekanntmachte. Ganz besonders aber fühlte Sic sich hingezogenzu der Kaiserlichen Gemahlinn, der Kaiserinn Elisabeth.Diese hohe Frau vereinigte Geist und Herz, war aber zurSchwcrmuth geneigt. Sic liebte die Einsamkeit und ihrestillen geistigen Genüsse. Erzogen und gebildet von ihrertrefflichen Mutter, der würdigen Markgräsinn von Baden,(die für mehrere Throne in Europa ihre liebenswürdigenTöchter erzog) hatte sie das stille Bruchsal liebgewonnen,und weniger stimmte sie überein mit dem geräuschvollen Le-ben an dem prächtigen Hofe zu Petersburg.
Beide, sie- und die Königinn, stifteten einen innigenFreundschaftsbund für Zeit und Ewigkeit. Beide hingenmit zärtlicher Liebe aneinander und wurden sich immer wer-ther und unentbehrlicher. Die Königinn gedachte ihrer oftund gern, und erwähnte mit Begeisterung, wie Ihr eineFreundinn geworden sei, die Sie nicht genug achten könneund deren große und schöne Eigenschaften Sic für immer an