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besonders Seinem Feinde, den Französischen Kaiser, in denTagen des unglücklichen Friedensabschlusscs, persönlich gegen-über. Daher die Aeußcrung: „Sire! ich bewundere die RuheIhrer Seele bei so vielem Unglück"; und nachher, weil ernichts bewundern wollte, und Ruhe der Seele und ihreQuellen nicht kannte, die verächtliche, höhnende Sprache:„Er ist stätsch, wie ein schlecht zugerittenes Pferd." Alle,die den König in diesen verhängnißvollen Tagen beobach-teten, stimmen in Seiner Beurtheilung darin übcrein, daßEr nicht aus Seiner Fassung gekommen. Der nächsten Um-gebung des Französischen Kaisers war dieses Verhalten desKönigs von Preußen so befremdend und auffallend, daß sieäußerten: „Er benimmt sich, als wenn Er Sieger, und wirdie Besiegten wären." Die so urtheilten, wußten freilichnicht, daß es eine stille Größe der Seele giebt, die mäch-tiger ist, als das Glück, wenn es hebt, und das Unglück,wenn es stürzt. In Bcidcm, da wo der König besiegt inTilsit, und wo Er siegreich in Paris war, war und bliebEr derselbe, Seine Grundsätze waren stärker und fester alsdie Erscheinungen der Zeit.
Indessen war der König froh, den Französischen Kaiser,mit dessen Denkart und Gesinnung Er nicht sympathisirtc,nicht mehr in der Nähe zu haben, und nachdem Er diedazu erforderliche Zeit abgewartet und die nöthigcn Vorkeh-rungen getroffen, reiste Er mit Seiner treuen Lebcnsgesähr-tinn, der Königinn, nach wiederholter herzlicher Einladungnach Petersburg. Die Reise hin und zurück, der Aufenthaltin der prächtigen Russischen Residenz und in den benach-barten Schlössern, waren reich an Aufmerksamkeiten, Hul-digungen, Hof- und Stadt-, Militair- und Kirchenfcstcn,II. M 4