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Augenblick erschien plötzlich eine hohe, edle Gestalt zu Pferde,angethan mit einem ganz einfachen grauen Oberrock mit hochaufstehendem rothen Kragen, gefolgt von einem Reitknechte,wie als wenn er nicht zu dem reitenden Herrn gehörte.Es war unser König; Er war mitten unter die FranzösischenTruppen gerathcn, und sah sich genöthigct, Sein Pferd ganzlangsam vorschreiten zu lassen. Wie gewöhnlich sah Er sehrernst, doch ruhig und wohlwollend aus. Seine Gesichtszügehatten etwas, was Sympathie einflößte, und Seine ganze Hal-tung und Gestalt etwas Königliches. Er besaß eine stilleGewalt über die Gemüthcr der Menschen. Dicß fühlte Je-der, wer Ihn ansah, und hat sich bei jeder Gelegenheit gel-tend gemacht. So auch hier; denn mit Einemmale ändertesich die Sccne. Ein Französischer Soldat rief: „E'est leliol 4e Urusse. 17oi cle Urusss — le K,oi ösprussa!" ertönte es weiter und weiter in der durcheinanderlaufenden Menge, ,,-^b! vo^e? le brave, le vertueux, lemalbeureux xriuee;" — und ohne daß man ein Ofsizier-commando vernahm, schlössen sich plötzlich die Reihen derSoldaten; die Gewehre wurden angezogen; Alles ordnete sichschnell in Glieder; die Gesichter waren militairisch nach demKönige gerichtet, und bei geöffnetem Wege ritt Er ruhigdurch, mit Ernst und Würde, und die Truppen sahen Ihnau in ehrerbietiger, militairischer Stellung. Er blieb sichaber in Seiner würdigen Haltung ganz gleich und begrüßteim Weiterleiten die Soldaten durch mehrmalige Berührun-gen des Czacko's mit der Hand, die Er bekanntlich auf eineeigenthümliche Art hob und senkte. Alle Umherstehendenfreuten sich; aber Er selbst wußte nichts von dem Triumphe,der Seinem persönlichen Wcrthe und Seinem Edclmuth ge-bracht wurde; gebracht durch herzliche Thcilnahme des gc-