Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
Seite
40
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war nicht bisher gedacht. Diese Anstalt verdient daher all-gemeinen Dank und lebhafte Theilnahme. Ich aber binsehr gerührt durch den zarten Beweis von Achtung, Ver-trauen und Liebe, den die Stifter nach Ihrem Schreibenvom 12. dieses Monats mir dadurch gegeben, daß sie dieStiftung nach meinem Namen nennen und unter meinenSchutz stellen wollen. Mit Freuden nehme ich nicht nurBeides an, sondern übernehme auch die nach dem Etat aus-gcmitteltcn Unterhaltungskosten für vier Zöglinge, indem ichSie, Herr Probst, ersuche, solche auszuwählen, und nachInhalt des Reglements ihnen einen Vormund zu setzen.Beikommende 1fll> Stück Friedrichsd'or bitte ich zur erstenEinrichtung der Anstalt zu verwenden. *) Der Krieg, derso viel unvermeidliches Nebel über die Nation brachte, derenLandcsmutter zu sein mein Stolz ist, hat auch manche schöneFrucht zur Reife gebracht und für so vieles Gute den Sa-men ausgestreut. Vereinigen wir uns, ihn mit Sorgfalt zupflegen, so dürfen wir hoffen, den Verlust an Machtdurch Gewinn an Tugend reichlich zu ersetzen.Sie, Herr Probst, haben redlich das Ihrige gethan, nachdiesem Ziele hinzuwirken. Mehrere Ihrer würdigen Amts-

") Am Neujahr desselben unglücklichen Jahres l8N7 hatte SicINöl) Thaler in Gold zur Vertheilung an die Hiilfsbedlirftigcndurch das Armcndirectorium geschickt: eine für die» damaligetrübselige Zeit, in der Sie sich selbst behelscn mußte, großeSumme. Aber Sie gab fröhlich, was Sie hatte, und wennSie selbst kein Geld hatte, gab Sic das - Umschlagetuch, dasSie eben trug. Siehe 2ten Theil, lste Hälfte, S. 227 dieserSchrift.

") Damals lebende und wirkende Männer, wie Sack, Ribbcck,Hermes, Schlciermacher, und mehrere Andere, standen unstreitig

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