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2,2 (1845)
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treffende Acußerung gereizt (piquirt) wurde, oder daß erseiner stolzen Natur übermüthig folgte, genug er sagte, we-nigstens in Gegenwart der Königinn, unzart:Aber wiekonnten Sie es wagen, mit mir, der ich schon mächtigereNationen besiegt, Krieg anzufangen?" Der König, wohlfühlend, daß in dieser Frage viele anderen lagen, und daßjede Antwort wcitläuftige Debatten mit sich führen würde,sah ihn fest und scharf an; die gewandte Königinn antwor-tete dagegen mit Würde:Sire, dem Ruhme Friedrichsdes Großen war es wohl erlaubt, über unsere Kräfte unszu täuschen. Wir haben uns getäuscht; so war es beschlossen."Die Königinn brach dieses dornigte Gespräch ab und gab ihmeine leichtere andere Wendung. *) Man ging darauf zu Tische,bei welchem prächtigen Diner Napoleon den Wirth machteund die Königinn zur rechten, der König zu seiner linkenSeite saß. Der König, ernst und in sich gekehrt, sprachwenig, aber treffend und gut. Ohne alle politische Bezie-hung, wenigstens nicht ausgesprochen, war von jugendlichenErinnerungen die Rede und der König brauchte das Wort:die Wiege. Napoleon lachte auf seine Art und machtedie Bemerkung:Wenn der Junge erwachsen ist, vergißt erdie Wiege, und diese wird bei Seite geschafft."Ja," ant-wortete der König,aber die Ab- und Anstammung kannman nicht vergessen und der gute Mensch stehet mit Nach-denken , Gefühl und Dank die Wiege an, worin er als Kindgelegen." Diejenigen, welche den König in diesem Augen-blick beobachtet, versichern, es' habe in Seiner Stimme und

') Aus der mündlichen Mittheilung eines anwesenden Ohren- undAugenzeugen.