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ernst, voll innerer und äußerer Haltung; die Königinn vollHerz gewinnender Anmuth und Unbefangenheit. Diese ver-ließ sie auch in dem Augenblick nicht, der Alles" in sichvereinigte, was befangen und verlegen machen konnte. Be-fangen und verlegen war aber der mächtige Kaiser, undüberrascht von der Würde des Königs und der Schönheitder Königinn, sagte er viel Verbindliches und Schmeichelhaf-tes, wobei Er vorzüglich die Rede an Sie richtete. Sie,ohne darauf zu achten, nahm das Wort, — bedauerte,daß die Treppe des Hauses, welches zu der Zusammenkunftgewählt war, für ihn unbcguem sei, und erkundigte sichnach seinem Befinden in dem schon nördlichen und unfreund-lichen Clima. Nachdem er, die Gerte in der Hand hin undher bewegend, hierauf geantwortet, wandte er sich zum Kö-nige und sagte: „Sirc! Ich bewundere die Größe undStärke Ihrer Seele bei so vielem und großem Unglück."Und der König antwortete wahr, ruhig und fest: „DieStärke und Ruhe der Seele giebt nur die Kraft eines gu-ten Gewissens." Sei es nun, daß Napoleon durch diese
einander besuchten mich ein reicher Graf, der mit Vieren fuhr,und ein unbemittelter Rector, Beide erzählten mir, daß sieeine Reise nach dem Harze gemacht. Bei Jenem war von derArt und Weise nicht die Rede, es verstand sich von selbst, daßsie bequem war. Dieser konnte in seiner Heiterkeit nicht auf-hören, zu rühmen, wieviel Freude ihm, seiner Frau und seinenKindern, der von ihm selbst gefahrene und gcmicthete Einspän-ner gemacht hätte. Wer von Beiden war am Besten daran?Der reiche Gras, oder der unbemittelte Rector? Jener istglücklich, dieser glückselig. Es ist ein wahres und tiefes Wort:„Es ist ein großer Gewinn, wer gottselig ist, und läßt sich ge-nügen an dem, was da ist": Genügsamkeit setzt Beschränktheitvoraus, ohne Schranken aber ist Zerflossenheit.
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