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sie verständiger werden. Umstände und Verhältnisse erziehenden Menschen, und für unsere Kinder mag es gut sein, daßsie die ernste Seite des Lebens schon in ihrer Jugend ken-nen lernen. Wären sie im Schooße des Ueberflusses undder Bequemlichkeit groß geworden, so würden sie meinen,das müsse so sein. Daß es aber anders kommen kann, sehensie an dem ernsten Angesicht ihres Vaters, und an der Weh-muth und an den öftern Thränen der Mutter. Besonderswohlthätig ist es dem Kronprinzen, daß er das Unglück schonals Jüngling kennen lernt; er wird das Glück, wenn, wieich hoffe, künftig für ihn eine bessere Zeit kommen wird,um so höher schätzen und um so sorgfältiger bewahren.Meine Sorgfalt ist meinen Kindern gewidmet für und für,und ich bitte Gott täglich in meinem sie einschließenden Ge-bete , daß er sie segne und seinen guten Geist nicht von ihnennehmen möge. Mit dein trefflichen Hufeland sympathisireich auch in diesen Stücken. Er sorgt nicht bloß für dasphysische Wohl meiner Kinder, auch für das geistige dersel-ben ist er bedacht; und der biedere, freimüthige Borowsky,den der König gern sieht und lieb hat, stärkt darin. Er-hält Gott sie uns, so erhält er meine besten Schätze, dieNiemand mir entreißen kann. Es mag kommen, was da- will, mit und in der Vereinigung mit unfern guten Kindernwerden wir glückselig sein. Ich schreibe Ihnen dicß, gelieb-ter Vater, damit Sie mit Beruhigung an uns denken. Ih-rem freundlichen Andenken empfehle ich meinen Mann, auchunsere Kinder alle, die dem ehrwürdigen Großvater dieHände küssen; und ich bin und bleibe, bester Vater, Ihredankbare Tochter
Luise."