Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
Seite
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tet sich nicht nach ewigen Gesetzen, sondern nach Umständen,wie sie nun eben sind. Dabei befleckt er seine Regierungmit vielen Ungerechtigkeiten. Er meint es nicht redlich mitder guten Sache und mit den Menschen. Er und sein un-gemessencr Ehrgeiz meint nur sich selbst und sein persönlichesInteresse. Man muß ihn mehr bewundern, als man ihnlieben kann. Er ist von seinem Glück geblendet und ermeint Alles zu vermögen. Dabei ist er ohne alle Mäßigung,und wer nicht Maß halten kann, verliert das Gleichge-wicht und fällt. Ich glaube fest an Gott, also auch aneine sittliche Wcltordnung. Diese sehe ich in der Herrschaftder Gewalt nicht; dcßhalb bin ich der Hoffnung, daß aufdie jetzige böse Zeit eine bessere folgen wird. Diese hoffen,wünschen und erwarten alle bessere Menschen und durch dieLobrcdner der jetzigen und ihres großen Helden darf mansich nicht irre machen lassen. Ganz unverkennbar ist Alles,was geschehen ist und was geschieht, nicht das Letzte undGute, wie es werden und bleiben soll, sondern nur dieBahnung des Weges zu einem besseren Ziele hin. DiesesZiel scheint aber in weiter Entfernung zu liegen, wir werdenes wahrscheinlich nicht erreicht sehen, und darüber hinsterben.Wie Gott will; Alles, wie Er will. Aber ich finde Trost,Kraft und Muth und Heiterkeit in dieser Hoffnung, die tiefin meiner Seele liegt. Ist doch Alles in der Welt nurUebergang! Wir müssen durch. Sorgen wir nur dafür,daß wir mit jedem Tage reifer und besser werden. Hier,lieber Vater! haben Sie mein politisches Glaubensbekenntnis;,so gut ich, als eine Frau, es formen und zusammensetzenkann. Mag es seine Lücken haben, ich befinde mich wohldabei; entschuldigen Sic aber, daß ich Sie damit behellige.Sic sehen wenigstens daraus, daß Sic auch im Unglück eine