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einzelnen bevorzugten Ständen, sondern in der aller Volks-klassen bestehe, und daß das Wohl des Ganzen nur alleinaus der Zufriedenheit und Eintracht von selbst hervorgehe.Er ließ zu dem Ende zu Pathen alle Stände Ostpreußenseinladen: Grafen und Edelleute, Burger und Bauern er-schienen durch ihre Repräsentanten. — Die heilige Handlungder Taufe wurde den 28stcn Februar 1808 im KöniglichenSchlosse zu Königsberg durch den Oberhofprediger Weil ver-richtet. Die Vertreter waren in gleicher Anzahl aus derMitte des Volkes gewählt, und mit diesem schloß der Lan-desherr einen neuen Bund der Treue und Liebe und knüpftedieselben fest durch die zartesten Bande an ein Kind, dasunter den unglücklichsten Umständen geboren war. Die Hoff-nung, daß bessere kommen würden, schwebte wie ein Mor-genstern über der heiligen Scene und alle Herzen durchdrangeine Liebe und ein Kummer. Die Seufzer und Gebete, dieaufstiegen, theilten die Wolken und trugen die künstige Ge-währung, wenngleich man nicht begriff, woher sie kommensollte, in dem inneren Frieden, der die Seelen erquickt, undder höher ist, als alle Vernunft. Die Königinn, auf einemRuhebette, wohnte mit voller andächtiger Seele der frommenWeihe bei, und Alle waren, wenngleich von der damaligenunglücklichen Zeit niedergedrückt, doch gehoben und gestärkt.
Eine ähnliche fromme Feier fand bei der Taufe desPrinzen statt, dem man den in der Geschichte des KöniglichenHauses theuren Namen Albrecht gab. *) So sah die Köni-
*) Der Ahnherr Albrccht, bedeutungsvoll in der Geschichte Achil-les und Misses genannt, war geboren den 24sten November 1414zu Kangermünde, und starb 72 Jahre alt zu Frankfurt a, M>,