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ginn den Kreis Ihrer Königlichen Kinder erweitert, und warin der Fürsorge und reinen Liebe für sie um so glücklicher,je zarter, freundlicher und aufmerksamer Sie der König,glückselig in Ihrem Besitze, behandelte. Alles, was Ihr un-angenehm sein konnte, wußte Er von Ihr abzuhalten: Erverschwieg Ihr Vieles, was die öffentliche Calamität ver-mehrte. Er hatte zu dem Ende Ihre nächste Umgebung sorg-fältig instruirt, und sie beobachtete seinen Willen mit großerVorsicht, da Ihm nichts wichtiger war, als die Ruhe undZufriedenheit der durch freundliche Herzcnsgüte Alles gcwin-
währmd des Reichs- und Wahltages den Ilten März l48li;begraben zu Heilbronn. Er war ein Herr voll hoher Einsicht,von redlichem Charakter, schön, stark und groß. Ihn beseeltemilitairischer Muth und er vermochte Alles auch über seine Ar-mee, wegen seiner hinreißenden Beredsamkeit, weßhalb er auch„der Deutsche Cicero" genannt wurde. Er war in der Reli-gion ein klarer und hellsehender Herr; von Herzen fromm, einguter katholischer Christ, aber kcincsweges ein Römischer. Erwar fern von aller Intoleranz und wollte nicht gegen die Hus-sttcn Krieg führen, weßhalb der Pabst Pius II. ihn in denBann that, von welchem er erst nach vier Jahren i47l befreietwurde. Die Hierarchie war ihm zuwider, und er wollte, daßdie Geistlichen sich nicht mehr anmaßte», als ihnen von Chri-stus und den Aposteln gestattet worden; sie sollten lehren, abernicht herrschen. „Aber sie wollen," sagte er, „das weltlicheSchwerdt zu dem geistlichen." Sein Gewissen mochte er nichtbeherrsche» lassen und er folgte, seine eigenen Wege gehend, sei-ner geprüften Ucberzeugung. Er war Gcnerallissimus derReichsarmee wider die Türken, die er, wie später Luther, alsFeinde des Christenthums ansah. Er war zweimal verhcirathet,zum Erstenmal mit Margarethe, Markgraf Jacobs zu BadenPrinzessinn Tochter; zum Zweitenmal I4S8 mit Anna, Chur-fürst Friedrich II. zu Sachsen Prinzcssinn Tochter. Er warglücklich in der Wahl und lebte in einer zufriedenen Ehe.