Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
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lichcn gesund und frei erwachsen; jene hielt diese, die eineunterstützte die andere. Beide waren Eins und bildeten dieIndividualität'; darum konnte Sie, eine Königinn, ganzMutter sein, und diese schadete Jener nicht nur nicht, son-dern umgab sie mit einer Liebenswürdigkeit, wodurch Siegeehrt und geliebt, verstand und verstanden wurde. DieWochen- und Kinderstube war Ihre Welt im Kleinen, wor-über Sie die große vergessen konnte, und in jener glücklich,dachte Sie an die Unruhen, die Leiden und Räthsel diesernicht. Umgeben von Ihren Kindern, voll zärtlicher Wach-samkeit über die neugeborenen, war Sic in Ihrem naturgemäßen Element, in welchem Sie lebte und webte. IhreMutterliebe war der Ablciter Ihrer Schmerzen und trösteteund erfreute Sie. Nehmet der Mutter Alles, was die ErdeSchönes, Gutes und Bequemes hat, aber laßt ihr ihre Kinder, und sie hat genug, um glückselig zu sein. Wo derSchatz ist, da ist auch das Herz. Die besten Schätzeder Mutter sind ihre Kinder; und im Herzen liegt der Borndes Lebens. Die Königinn Luise war mitten im Unglückglücklich in Ihren guten Kindern. Sie genoß die Freudeneiner reich gesegneten Mutter und die erquickende Harmonieeiner zufriedenen Ehe.

In den Jahren I8U8, wo Sie den Isten Februar eineTochter, die Prinzcssiun Luise, und I8lw, wo Sic einenSohn, den Prinzen Albrecht, den -ltcn Octobcr gebar, warHuscland Leibarzt der Königlichen Familie. Er, seinemKörper, seinem Geiste, seinen Kenntnissen, seinem Gemüthenach, ganz dazu gemacht, Achtung und Liebe einzuflößen,hatte und besaß vorzüglich das Vertrauen des Königs, under erhielt und bewahrte dasselbe, (was namentlich beim Arzte