Druckschrift 
10 (1898) Französische Zustände : 2
Entstehung
Seite
243
Einzelbild herunterladen
 

Musikalische Berichte aus Paris.

243

snis oklleisUsmsut snAn^s moi-mvmo pur Uadministration, sousla Auruntis du Ministörs ds I'Intörisur, u ins rsndrsü Uaris, ponr uidsr ds inss oonssils orsutsurs Iss aridstes slatrudition dg mss opsras stank xsrdns), ponr ussistsr anx reps-titions st sontriizusr an süsses ds 1s, Vsstals, pnisgns o'sstd'sUs gnül s'u^it. Das ist noch die einzige Stelle in diesen Spon-tinischcn Sümpfen, wo fester Boden; die Pfiffigkeit streckt hier ihrelänglichten Ohren hervor. Der Mann will durchaus Berlin ver-lassen, >vo er es nicht mehr aushalten kann, seitdem die MeyerbeerschenOpern gegeben werden, und vor einem Jahr kam er auf einige Wochenhierher und lief von Morgen bis Mitternacht zu allen Personen vonEinstich, um seine Berufung nach Paris zu betreiben. Da die meistenLeute hier ihn für längst verstorben hielten, so erschraken sie nichtwenig ob seiner plötzlichen, geisterhaften Erscheinung. Die ränkevolleBehendigkeit dieser toten Gebeine hatte in der That etwaS Unheim-liches. Herr Duponchel, der Direktor der großen Oper, ließ ihn garnicht vor sich und rief mit Entsetzen iDiese intrigante Mumie magmir vom Leibe bleiben; ich habe bereits genug von den Intrigender Lebenden zu erdulden!" Und doch hatte Herr Moritz Schlesinger,Verleger der Meherbecrschcn Opern denn durch diese gute ehr-liche Seele ließ der Ritter seinen Besuch bei Herrn Duponchel vorausankündigen alle seine glaubwürdige Beredsamkeit aufgeboten, umseinen Empfohlenen im besten Lichte darzustellen. In der Wahldieser empfehlenden Mittelsperson bekundete Herr Spvntini seinenganzen Scharfsinn. Er zeigte ihn auch bei andern Gelegenheiten;z. B. wenn er über jemand räsonniertc, so geschah es gewöhnlich beidessen intimsten Freunden. Den französischen Schriftstellern erzählteer, daß er in Berlin einen deutschen Schriftsteller festsetzen lassen,der gegen ihn geschrieben. Bei den französischen Sängerinnen be-klagte er sich über deutsche Sängerinnen, die sich nicht bei der BerlinerOper engagieren wollten, wenn man ihnen nicht kontraktlich zugestand,daß sie in keiner Spontinischen Oper zu singen brauchten!

Aber er null durchaus hierher; er kann es nicht mehr aushaltenin Berlin, wohin er, wie er behauptet, durch den Haß seiner Feindeverbannt worden, und wo man ihm dennoch keine Ruhe lasse. DieserTage schrieb er an die Redaktion der?rs.nos musiealsc seine Feindebegnügten sich nickst, daß sie ihn über den Rhein getrieben, über dieElbe; sie möchten ihn noch weiter verjagen, über die Weichsel, überden Riemen! Er findet große Ähnlichkeit zwischen seinem Schicksalund dem Rnpolcvnscheii. Er viinlt sich ein Genie, wogegen sich allemusikalischen Machte verschworen. Berlin ist sein Sankt Helena undRcllstab sei» Hudson Lowe. Jetzt aber müsse man seine Gebeine nachParis zurückkommen lassen und im Jnvnlidenhanse der Tonkunst, inder ^sadömis ra.v-Us da musigus, feierlich beisetze».