Kunstberichtc ans Paris.
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ebenso Vanlovisch heimkehrte, wie er abgereist war. Erst später,als das griechisch römische Altertum gepredigt wurde, als Publizisteuund Philosophen auf den Gedanken gerieten, man müsse zu denlitterarischeu, socialen und politischen Formen der Alten zurückkehren,erst alsdann entfaltete sich sein Geist in all seiner angeborenen Kühn-heit und mit gewaltiger Hand zog er die Kunst aus der tändelnden,parfümierten Schäferei, worin sie versunken, und erhob sie in dieernsten Regionen des antiken Heldentums. Die Reaktion war unbarm-herzig, wie jede Reaktion, und David betrieb sie bis zum äußersten.Es begann durch ihn ein Terrorismus auch in der Malerei."
Über Davids Schaffen und Wirken ist Deutschland hinlänglichunterrichtet. Unsere französischen Gäste haben nns während derKaiserzeit oft genug von dem großen David unterhalten. Ebenfallsvon seinen Schülern, die ihn, jeder in seiner Weise, fortgesetzt, vonGerard, GrvS, Girodet und Guerin, haben wir vielfach reden hören.Weniger weiß man bei nns von einem andern Manne, dessen Nameebenfalls mit G anfängt, und welcher, wenn auch nicht der Stifter, dochder Eröffnen einer neuen Malerschule in Frankreich. Das ist Gericault.
Von dieser neuen Malerschule habe ich in den vorstehendenBlättern unmittelbar Kunde gegeben. Indem ich die besten Stückedes Salon von 1831 beschrieben, lieferte ich auch zu gleicher Zeiteine Charakteristik der neuen Meister. Jener Salon war nach demallgemeinen Urteil der außerordentlichste, den Frankreich je geliefert,und er bleibt denkwürdig in den Annalen der Kunst. Die Gemälde,die ich einer Beschreibung würdigte, werden sich Jahrhunderteerhalten, und mein Wort ist vielleicht ein nützlicher Beitrag zurGeschichte der Malerei.
Von jener unermeßlichen Bedeutung des Salon von 1831 habeich mich dieses Jahr vollauf überzeugen können, als die Säle desLonvre, welche während zwei Monat geschlossen waren, sich denersten April wieder öffneten, und nns die neuesten Produkte derfranzösischen .Kunst entgegen grüßten. Wie gewöhnlich, hatte »tandie alten Gemälde, welche die Nationalgalerie bilden, durch spanischeWände verdeckt, und an letzteren hingen die neuen Bilder, so daßzuweilen hinter den gotischen Abgeschmacktheiten eines ncn-romau-tischcn Malers gar lieblich die mythologischen, alt-italienischen Meister-werke hervorlanschten. Die ganze Ausstellung glich einem LocloxpaUmpssstms, wo mau sich über den nenbarbarischen Text »in somehr ärgerte, wenu mün wußte, welche griechische Götterpvesie damitiibersudelt worden.
Wohl gegen viertehalbtansend Gemälde waren ausgestellt, uudes befand sich darunter fast kein einziges Meisterstück. War dasdie Folge einer allzngroßen Ermüdung nach einer allzugroßen Auf-regung? Beurkundete sich in der Kunst der Rational-Katzcnjammer,
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