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7 (1898) Deutschland : 1
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®eiitf(f)tcmb I.

merbc, bet fogor ferne ftritif ber reinen SSernnnft burcl) blofjeintuitibe Slufcbauung berfteljcn mirb, ohne biSlurfiü ana(i)tifd) ®cntfd)gelernt 311 haben. S8iel(eid)t aber finb bie g-ranäofeu überhauptgliirflidjer orgauificrt roie mir ®eutfcl)eit, unb id) tjabe benterft, bajfman ihnen bon einer ®oftrin, bon einer gelehrten Unterfudjung,bon einer miffenfdjaftlidjen Slnfid)t nur ein meuige? JU fagen braucht,unb biefeS meitige tniffeit fie fo bovtrefflid) in ihrem ©cifie §utombinieren unb ju berarbeiten, baff fie al?bann bie ®ad),e nod)meit beffer bcrfteljcn mie mir feiber, unb un? über nufer eigene?SEiffen belehren fiinnen. S? mill mid) manchmal bebiinten, al?feien bie Stopfe ber graitjofen, ebenfo mie itjre Staffeehciufer, in=menbig mit lauter ©piegeln bcvfeljcu, fo baff jebe Qbce, bie ihnenin beit ffapf gelangt, fid) bort uujäbligemat refleftiert; eine optifclje©inridjtung, moburdj fogar bie engften unb biirftigften Stopfe feljrmeit unb ftra[)lenb erfd)einett. ®icfe brillanten Stopfe, ebenfo miebie glänjcnben Saffeeljciufer, pflegen einen armen ©eutfdjen, wenner juerfi und) ff 3 ari§ fommt, fel)r 51t blenben.

Sch fiircl)te, id) lamme au? beit fiifjen ©emäffent be? Sobc?unberfe()eu? in ba? bittere SKeer be§ ®abe(?. Sa, id) lann nichtumhin, beu perrn Soufin megen eine? limftanbe? bitter §n tabeln;nämlici) er, ber bie SBafjrheit liebt nod) mehr al? ben IfJlato unb beit©euuemann*), er ift ungerecht gegen fiel) feiber, er berleumbet fid)feiber, iitbem er itn§ einreben möchte, er t) ft be au? ber fßhilofophieber perrcu ©djelling unb pcgel allerlei entlehnt, ©egen biefe ©elbfUanfdjulbigung ntufj id) perrn ©aufm in ©djitb nehmen. Stuf SBortunb ©emiffen! biefer ehrlidje Sllann hat au? ber 5 ßhüufophiie berperren ©djetling unb pegel nicht ba? minbefte geftot)Icn, unb menner al? ein Slnbenfcn bon biefen beiben etma? mit nad) paitfc gebradjt.hat, fo mar c? nur ihre g-reunbfcl)r.ft. ®a? macht-feinem perlenStjre. Stber bon foldjen fälfdjlidjcn ©elbftanflagcn giebt e? bieleSöcifpiele in ber Sßfpdjologie. Qd) fannte einen ffliann, ber bon fid).feiber auSfagte, er habe an ber ®afel be? SöuigS filberne Söffe! ge=ftotjlen; unb bod) mufften mir alle, baß ber arme Senfe! nid)t I)uf=fähig mar, unb fiel) biefe? Söffelbieliftaljl? antlagte, um un? glau6en311 ntadjen, er fei im Schlöffe 3U ©afte geroefen.

9 fein, perr Soufin fjat in ber beutfdjcn ffipilofoptpc immer ba§fedjfte ©eimt befolgt, hier tjat er and) nid)t eine ciitgige Sbce, aud)nicht ein gucferlüffeldjcn bon Qbee eingeftedt. Sille 3 cugenait?[agenftimmen barin überein, baff perr Soufin in biefer Sfcsieljung, id)jage: in biefer S 8 e§ieE)img, bie ©hrlidjfcit felbft fei. Unb e? finb nichtblo.fj feine greunbe, fonbern aud) jeine ©egiter, bie iljnt biefe? geugui?geben. Sin foldje? Qengni? enthalten 3- 33 - bie berliner 3 al)rbiid)er

*) ®cutfcl)cr iphilofoptj fantifdjer 3tid;tung. ©eine ^airptrocrte bcl)iinbe[itbic ®c|d)icl)tc bev Spt)Uojo))l)ie.