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Seutfdilaiib 1.
SBitdjcrn fudjt: ba§ Sebett. ®n§ SBotf bedangt, bcif; btc ©djriftj'tettcrfeine Xagesteibenfdjaften mitfiitjlen, bajj fie btc Emfifinbitngcn feinereigenen SBruft eutweber angenehm anregen aber bcrleiien, ba§ SSotfini(( bewegt werben. ®iefe§ ©cbiirfniS tonnte aber Slrniin nidjt bc=friebigen. Er war fein ®idjter be§ Sehen?, fonbern bc? XobeS. Qnaltem, wa§ er fdjrieb, ^ervfcljt nur eine fd)attcnt)afte SBcmcgitttg, bicg-ignren tummeln fid) Ijaftig, fie bewegen bie Sieben, als wenn fieffirädjen, aber man fietjt nur ihre SBortc, man tjört fie nidjt. ®tefeijtguren (bringen, ringen, (teilen fid) auf ben ®of>f, natjen fid) unsIjeimlid) ltnb flüftern unS teife in§ Dtjr: wir fiitb tot. ©otdjeS Sdjau--fbicl würbe allgu grauenhaft mtb beinigenb fein, Ware nidjt bie ?tr=nimfdje ®ragie, bie über jebe biefer ®idjtuugen berbreitet ift, wiebaS Siidjetii eines KinbeS, aber eines toten fiinbeS. Dlrnitn tarnt bicSiebe fdjitberu, gumeilen audj bie ©inntidjfeit, aber fogar ba tonnenwir nidjt mit iljm fühlen; wir fetjen fdjötte Seiber, Wogenbe SBitfcu,feingebaute .fjiiften, aber ein fatteS, feudjteS Seidjengewaub mntjitlltbicfeS altes. Wandjmal ift Strnint willig, ttnb wir niüffen fogarladjett; aber eS ift bod), at§ wenn ber Xob uttS fülle mit feiner Senfe,©cwühnlidj jebocij ift er ernfttjaft, unb ^tuar wie ein toter ®cutfdjer.Ein tebenbiger ®entfdjer ift fcljoit ein tjintänglidj ernfttjaftcS ©efdjöpf,utib nun erft ein toter ®eutfdjer! Ein grangofe I)at gar feine SbcebaOon, wie ernfttjaft wir erft im Xobc finb; ba fiitb itnferc ©efidjterttod) oiet länger, unb bie StMirmer, bie uttS ffieifcn, werben mclatt=djotifd), weint fie uns babei aitfehett. ®ie graitgofen wählten, wunberwie fdjredtidj ernfttjaft ber Jjjjoffntaun fein tiiiine; aber ba§ ift Sinber=ffiict itt SJergteidjung mit ülrniut. SSenn .fjioffutann feilte Xoten bc=fdjmört, unb fie att§ ben ©räbern tjerborfteigen unb itjit umtaugen,bann gittert er fetber itor Eutfelien, unb taugt fetbft in ihrer Witte,unb fdjneibet babei bie tottften Stffengrimaffcn. SBenn aber Slrniiufeilte Xoten bcfdjiuört, fo ift e§, als ob eilt ©enerat fteerfdjau halte,unb er fitit fo ruhig auf feinem Ijbhen ©eifterfdjimntet, ttttb täjjt bicentfcjilidjcn ©djaren Oor fid) borbeibefilierctt, unb fie fetjen ängfttidjnadj ihm hinauf unb fdjeittett fidj Oor ihm gu fürdjten. Er nidtihnen aber frcunbtidj git.
Subwig ?ld)int bon Strnim Warb geboren 1784 in ber WarfSBranbenburg, unb ftarb ben SSinter 1830.*) Er fdjrieb brnmattjdjc©cbtdjte, Slontane unb 9?obeflen. ©eilte ®ramen finb bott intimerffk'efie, itamentfid) ein ©tiief barunter betitelt: „®er Ütuertjahn." ®ieerftc- ©eene Wäre fetbft be§ altergrbfjten ®idjter§ nidit unwiirbig.SSicdnahr, wie treu ift bie betriibtefte Sangcweite ba gefdjilbert! ®crethe bon ben brei itatürtidjen ©ötjnen beS berftorbenen Sanbgrafcit
*) Stritim tuar geboren am 26. §anuar 1781 ju Stet.itt imt) ftarb am21. gattttar 1831. Sgi. bie SBorvcbc Heines jintt ätoeiten Seil ber crftcit Slitfiagctüej'eä SButljcä. 3er Herausgeber.