geäussert, dafs bey dem erschöpften öffentlichenund Privatvermögen , und bey dem Stillständedes Handels die Bürger und Ge.werbsleute auszu-wandern anfingen.
Und in der That hat man Ton zwey Seitenauf den Gewerbfleifs losgestürmet, d. i. vonSeite der Kammer durch Erhöhung der Zölle und.Abgaben von Lebensmittel, und von Seite derGemeinden durch Erhöhung der Erwerbssteuer.So konnte es nicht anders geschehen, als dafsder Gewerbfleifs immer mehrundmehr abnahm,und zuletzt ganz erlosch.
_Abnahme der Gewerberzeugnissc und der Be-völkerung in Mayland bis zu Anfänge desig. Jahrhunderts.
S- 33-
Im J. i6x6 wurde der Zoll von den Kauf-mannswaaren um einen Theil erhöht. Er trugzuvor Lir. 1439696 ein, man hoffte ifin auf Lir.2500000 zu steigern. Der Erfolg hat das Gegen-theil bewiesen ; denn mit Abnahme des Han-dels nimmt auch der Zoll selbst ab, so dafs erin den Jahren 1637, 1638. 1639 nicht mehr talsLir. x .222511 eintrug. Die Mahlsteuer zeigt, in■welchem Verhältnifs die Volkszahl in Maylandabgenommen hat. Denn im J, 1603 war ihr Er-trag Lir. 155460, und im J. 1638 fiel er auf Lir.io84°o- So verlohr Mayland fast einen Drittheilseiner Bevölkerung, und so hoch giebt die Stadtselbst den Verlust an in der erwähnten Instruc-tion v. 31. Oct. 1627 für ihren Gesandten Vis-