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Ausätze und Verbesserungenzum zweyten Heft der malerischen Reise.
(Zu S. 5-)
t^iNz war noch im ig. Jahrhundert ein Dorf der Grafschaft Isenburg —Mech-tildis von Sayn geborne Grafin von Wied schenkte es nebst dem Amc Al-tewied und andern Landern im I. 1275. an das Erzstift Köln.—» ErzbischofHeinrich von Virnenburg erhob es IZZO. zur Stadt/ und umgab es nebst Uer-dingen mit Mauern. Erzbischof Engelbert bevestigte es im I. 1365. mit einemSchloß. *) — Der rolheWein, der daselbst wachst/ ist nicht so lieblich und in kur-zer Zeit trinkbar/ als der Königswinterer oder Höninger; aber er ist haltbarer,und ziemlich geistig— In der Nachbarschaft von Linz, bey dem Dorfe Olenberg,findet man eine feine Thonerde von weißer und rother Farbe.— Gegen Linz über,am linken Rheinufer, werden alle Jahre ansehnliche Holzflöße gebaut, wozu das Holznach und nach den Rhein herunter kömmt; welche, wenn das Wasser nicht zu seichtist, nach Dordrecht in Holland gebracht, und daselbst verkauft werden. — DieserFloßbau ist eine gute Gelegenheit etwas zu verdienen für den gemeinen Mann.
(Zu S. 5 und 47.)
Argenfels oder besser Arenfels, wie es in den Urkunden Heist und von Adlern,(Aaren im Altdeutschen,) seinen Namen haben soll, ist eine Herrschaft, welche schonim 13. Jahrhundert, und wahrscheinlich lange vorher von eigenen Dynasten be-herrscht ward.— Dazu gehörten die Schlösser Arenfels, und Niederhammerstein,die Orte Höningen (Höingen in Urk.) Leuzdorf, oder Ll'lpsdorf und Datten-berg.— Diese Herrschaft kam in der Mitte des 13. Jahrhunderts durch dieVermahlung Heinrichs von Isenburg mit einer Arenfclsischen Erbtochter an diealtere Isenburg-Arenfelstsche Linie, und blieb dem Hause Isenburg bis zum To-de des Grafen Ernsts im I. 1664. des letzten der iüngern Isenburg GreNMi-schen Linie. — Heinrich von Isenburg kömmt vor 12Z2. bis 1288. — Eineim 1.126-0. d. 16. Zun. bey Niederhammerstein ausgefertigte Urkunde beweist,daß Heinrich und sein Sohn Gerlach eiuen Streit über die Gemeinschaft des Ge-richts
*) S. die Historisch - geographische Beschreibung des Erzstifts Köln, Frankfurt am Mayn, bey JohanuGeorg Fleischer, 1783.8-